- Anzeige -

- Anzeige -
www.alpin.de


- Anzeige -

Video der Woche
Video abspielen

- Anzeige -

Zum Lawinenlagebericht Bayern Zum Lawinenlagebericht Bayern ALL: Allgäuer Alpen AMM: Ammergauer Alpen WFK: Werdenfelser Alpen BVA: Bayerische Voralpen CHG: Chiemgauer Alpen BGD: Berchtesgadener Alpen Zum Lawinenlagebericht Bayern
Toolbar
Seite versenden Sitemap
Medizin

So beugen Sie Frühjahrsmüdigkeit vor!

05.05.2009 10:40:03
Es sind immer rund 50 Prozent - und das schon seit 50 Jahren. "Seitdem Umfragen zum Wetter durchgeführt werden, erklären immer ungefähr die Hälfte der Befragten, ihr Befinden würde vom Wetter beeinflusst", sagt Dr. Klaus Bucher, Medizinmeteorologe beim Deutschen Wetterdienst in Freiburg.
- Anzeige -

Besonders im Frühling und im Herbst sind die Symptome ausgeprägt.
Jeder Zweite also meint, so mancher Anfall von Müdigkeit, die eine oder andere Konzentrations sowie Schlafstörung, aber auch Kopfschmerzen oder Migräneattacken kämen von raschen Wetterwechseln, anhaltenden Tiefdruckgebieten oder nasskalter Witterung.

"Im Gegensatz zu Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck, die ständig zunehmen, ist die Quote seit 50 Jahren konstant", stellt Bucher fest.

Ein Grund mehr, Wetterfühlige, wie Mediziner diese Menschen bezeichnen, ernst zu nehmen und die Beschwerden nicht als Einbildung abzustempeln. Am ausgeprägtesten sind die Symptome im Frühling und Herbst.

Der Grund: In diesen Jahreszeiten sind Wetterwechsel häufig und oftmals extremer als während des übrigen Jahres. "Ausschlaggebend sind nicht nur Temperaturwechsel", erklärt Bucher. "Auch Schwankungen der Luftfeuchtigkeit oder des Luftdrucks beeinflussen das Wohlbefinden."

Das Phänomen Föhn
Aus den Beobachtungs- und Messdaten der letzten Jahrzehnte haben sich Übergänge von Hoch- zu Tiefdruckgebieten, von Tief- zu Hochdruck wie auch länger anhaltende Tiefdruckgebiete als besonders belastend erwiesen.

"Gerade in den Übergangsmonaten sind solche Wettersituationen für die Westwindzone, in der Deutschland liegt, nicht selten", sagt Medizinmeteorologe Bucher. Besonders berüchtigt ist der Föhn im Süden Deutschlands.
Welche Informationen geben Biowetterberichte?
Der Garant für schönes Wetter und klare Sicht macht vielen Menschen das Leben zur Tortur. Die massive Südströmung bringt warme, trockene Luft über die Alpen. "Gerade im Grenzbereich zwischen der kalten Luft im Tal und der wärmeren Luft in der Höhe treten Luftdruck-Schwankungen auf. Diese sind vermutlich für die Befindlichkeitsstörungen verantwortlich."

Der Beweis steht zwar noch aus, aber es ist eine Tatsache, dass Unwohlsein, Kopfschmerzen, Migräneanfälle an Föhntagen besonders häufig auftreten.

Die Anpassungsfähigkeit trainieren
Regelmäßige Bewegung im Freien ist wichtig.
Da sich das Wetter nicht ändern lässt, gilt es die Fähigkeit des Körpers zu stärken, sich auf das Wetter einzustellen."Die Anpassungsfähigkeit lässt sich gut trainieren", stellt Bucher fest.

Das gelingt, indem man sich bewusst Witterungsreizen aussetzt. Der tägliche Spaziergang sollte also nicht entfallen, wenn es mal kräftig bläst oder regnet. "Regelmäßige Bewegung im Freien ist ideal", sagt der Medizinmeteorologe, "auch bei schlechtem Wetter!"

Von Vorteil sind zudem Ausdauersportarten wie Radfahren oder Schwimmen, da sie die Leistungsfähigkeit des gesamten Herz-Kreislauf- Systems verbessern. Saunagänge, Wechselduschen, Kneipp'sche Wasseranwendungen stellen Kalt-Warm-Reize dar.

Sie trainieren wirksam das Gefäßsystem. Der Körper lernt aufs Neue, mit Temperaturschwankungen richtig umzugehen, und die Chancen, bald der 50-Prozent-Fraktion der Nicht- Wetterfühligen anzugehören, steigen.

Text: Dr. Ralph Müller-Gesser

Aus ALPIN 03/09
Zur Einzelheftbestellung


- Anzeige -

05.05.2009 10:40:03
Sitemap Drucken Versenden


07.02.2012 10:15:25