- Anzeige -

- Anzeige -
www.alpin.de


- Anzeige -

Video der Woche
Video abspielen

- Anzeige -
Toolbar
Seite versenden Sitemap

CO2neutralwebsite
Medizin

Sportunfall - Was tun?

09.07.2010 10:20:12
Kleine Unfälle passieren beim Sport immer wieder. Wie schnell ist jemand beim Wandern in ein Loch getreten. Oder gestürzt, weil man eine nasse Wurzel übersehen hat. Gut, wenn man dann weiß, was zu tun ist.
- Anzeige -

Einprägsam: Die PECH-Regel. Klicken Sie für eine Großansicht!
Es gibt einige einfache Sofortmaßnahmen, die dazu beitragen, die Schmerzen bei kleineren Verletzungen zu lindern, und helfen, die Folgen einzudämmen. Diesem Bündel haben Ärzte die einprägsame Bezeichnung "PECH-Regel" gegeben.

Verletztes Gewebe blutet

Fast jede Verletzung des Bewegungsapparates führt zu einem Bluterguss. Egal, ob es eine Sehne, einen Muskel oder ein Gelenk erwischt, fast immer reißen kleinere Blutgefäße ein. Die Folge: Es blutet ins Gewebe und es entwickelt sich ein Bluterguss, ein Hämatom. Die Ansammlung von Blut bereitet Schmerzen, denn sie drückt auf umliegendes Gewebe.

Zudem erschweren Blutergüsse die Heilung: Sie müssen im Rahmen der Reparaturarbeiten, die an der verletzten Stelle ablaufen, beseitigt werden. Für den Körper bedeutet das vor allem eines: zusätzlichen Aufwand.

Schmerzen mindern

Umso wichtiger ist es daher, bei einer Sportverletzung sofort die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. "Denn zum einen lassen sich so die Schmerzen mindern und zum anderen wird die Schwellung begrenz", erklärt der Sportmediziner Dr. Ulrich Kämpfe aus Bad Gögging.

Alle Maßnahmen der PECH-Regel zielen letztlich darauf ab, Bluterguss und Schwellung so klein wie möglich zu halten. Manche reagieren vermutlich mit Kopfschütteln: Dennoch ist es eine Tatsache, dass viele Sportler nicht auf die Botschaften ihres Körpers hören. Schmerzen sind ein Signal dafür, dass etwas im Körper nicht stimmt", erklärt Kämpfe das eigentlich Selbstverständliche. "Bei Beschwerden sollte die sportliche Aktivität deshalb sofort abgebrochen werden."

Eine Maßnahme aus der PECH-Regel: Kühlen. Bild: dpa.
Geschieht dies nicht, besteht immer die Gefahr, dass sich eine Verletzung verschlimmert und die Genesung länger dauert. Um das zu vermeiden, sollte sofort die sportliche Aktivität unterbrochen und die verletzte Stelle gekühlt werden. "Die Kälte bewirkt, dass die Blutgefäße sich zusammenziehen", erklärt Kämpfe." So sickert weniger Blut ins Gewebe. Der Bluterguss, der sich bildet, fällt kleiner aus. Außerdem verlangsamt die Kälte den Stoffwechsel des Gewebes auch das trägt dazu bei, die Schwellung zu minimieren.

Richtig kühlen

Wichtig ist, dass der Kältereiz tief ins Gewebe eindringt. Das gelingt nicht, wenn mal eben ein Eisbeutel oder ein Kühlpack auf den schmerzenden Fuß oder den lädierten Muskel gelegt wird.

Am wirkungsvollsten ist folgender Zyklus: im Wechsel 15 Minuten kühlen, dann 15 Minute Pause, wieder kühlen, wieder pausieren … Bei kleineren Verletzungen raten Experten dazu, in den ersten 24 Stunden regelmäßig zu kühlen, bei größeren sogar in den ersten 48 Stunden. Dazu eignet sich übrigens – neben Eisbeuteln, Eispackungen und wiederverwendbaren Kühlpacks – auch kaltes Wasser.

Einzige Vorsichtsmaßnahme: Legen Sie weder Eis noch Kühlpacks direkt auf die Haut. Eine schützende Unterlage, zum Beispiel ein Handtuch, hilft Hautschäden zu vermeiden. Um den Kühleffekt zu unterstützen, sollte die verletzte Stelle komprimiert werden.

So sieht es die PECH-Regel vor – C steht für das englische Wort Compression. Ein leichter Gegendruck von außen wirkt der Schwellung und dem Bluterguss entgegen. Ideal ist es, Eisbeutel oder Kühlaggregat mit einer elastischen Binde zu befestigen. Auf diese Weise wird gleichzeitig gekühlt und komprimiert.

Vor jeder sportlichen Aktivität sinnvoll: Aufwärmen. Bild: dpa.
Darüber hinaus kann auch die Schwerkraft einen wertvollen Beitrag bei der Erstversorgung von Sportverletzungen leisten: Zwar ist es nicht immer möglich, das betroffene Körperteil hochzulegen, wenn doch – wie beispielsweise bei Sprunggelenksverletzungen – reduziert sich die Blutzufuhr. Weitere Vorteile: Das Hochlagern erleichtert dem Körper den Abtransport von Blut sowie Gewebsflüssigkeit – und es lindert die Schmerzen.

Richtig angewandt, sind diese einfachen Maßnahmen der PECH-Regel sehr wirkungsvoll. Einen Besuch beim Arzt ersetzen sie allerdings nicht. "Schließlich gilt es, das Ausmaß der Verletzung abzuschätzen und die Behandlung sowie die Rückkehr zum Sport zu planen", sagt Kämpfe und rät zur richtigen Vorbereitung: "Jeder Sportler kann viel dafür tun, sein Verletzungsrisiko möglichst gering zu halten." Dabei helfen eine gut funktionierende Sportausrüstung, eine sinnvolle Trainingsgestaltung, eine gesunde Ernährung und – vor jeder Belastung – ein Aufwärmprogramm.

Text: Dr. Ralph Müller-Gesser Alle auf alpin.de veröffentlichten Medizin-Artiekl finden Sie hier!


- Anzeige -

09.07.2010 10:20:12
Sitemap Drucken Versenden


23.05.2012 14:16:21