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"Schließlich ist die Erstversorgung extrem wichtig", erklärt Bergführer Günter Durner, "wenn man bedenkt, dass die Retter in den Bergen einen weiten Weg haben. Selbst mit Hubschrauber kann es eine halbe Stunde dauern, bis professionelle Hilfe vor Ort ist." Durner gibt Bergsteigern Erste-Hilfe-Kurse und kennt aus den Gesprächen die Hemmschwelle, am Unglücksort zu handeln.
Was sie immer tun sollten
Günter Durner: "Selbst mit Hubschrauber kann es dauern, bis organisierte Rettung da ist."
Legt man genügend Pausen ein, erholt sich der Organismus. Übergeht man allerdings die Signale einer Ermüdung und strengt sich über die Maßen an, kommt es zur Erschöpfung: Die Energiespeicher sind leer, Muskeln übersäuern und der Elektrolythaushalt ist gestört. Der Körper kann sich auch in langen Pausen nicht mehr erholen. Er ist ausgepowert, ein bedrohlicher Zustand.
Ebenso bedrohlich ist der Schock-Zustand für einen Verletzten. Als Helfer bei einem Unfall sollte man sein Augenmerk immer auf Anzeichen eines Schocks richten (siehe Kasten). Denn bleibt er unbeachtet, kann er zum Tode führen. Nach der Versorgung eventueller Wunden ist es entscheidend, den Schockpatienten richtig zu lagern: Beine auf einen Rucksack oder an einer Geländeform hochlegen.
Checkliste: Das Erste-Hilfe-Set
Ist die Person bei Bewusstsein, muss sie trinken, um entstandenen Flüssigkeitsmangel - sei es durch Blutung oder Dehydration - auszugleichen. Wichtig ist, nur kleine Mengen zu verabreichen. Jeder Schluck sollte möglichst lange im Mund behalten werden, um über die Schleimhäute Flüssigkeit aufzunehmen. Was zu viel im Magen landet, wird meist gleich wieder erbrochen.
Bewusstlose lagert man in der stabilen Seitenlage. Sie bekommen nichts zu trinken, da sie sich verschlucken könnten. Man kann allerdings die Lippen und den Mundraum mit einem nassen Tuch befeuchten. Auch das bringt schon Linderung für den Betroffenen.
Aus ALPIN 08/2005
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