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Muskelkater - die Übersäuerung ist Schuld
Wahrheit: Entgegen der landläufigen Meinung ist Muskelkater nicht auf die Übersäuerung der Muskulatur zurückzuführen. Laktat - das als Übeltäter gilt - wird zwar bei jeder Muskelarbeit vom Stoffwechsel produziert, baut sich aber relativ schnell wieder ab. Schon wenige Stunden nach dem Sport haben sich die Laktatwerte normalisiert, noch etwas später schmerzen die Muskeln. In Wirklichkeit entsteht der Kater durch winzig kleine Verletzungen. Diese regenerieren sich normalerweise nach einigen Tagen, doch wer sein Muskelgewebe überstrapaziert, muss über kurz oder lang mit Zerrungen oder Faserrissen rechnen.Massagen helfen gegen Muskelkater
Wahrheit: Nein, im Gegenteil, sie können die durch winzig kleine Verletzungen geschädigte Muskulatur sogar noch zusätzlich traumatisieren. Ebenso ungeeignet ist es übrigens, noch einen oben drauf zu setzen und weiter intensiv zu trainieren. Sinnvoller und von Anfang an schmerzreduzierend wirken Saunagänge, warme Bäder und in den folgenden Tagen leichte Bewegung.Nordic Walking entlastet die Gelenke
Wahrheit: Mit Stöcken ist man schneller unterwegs, man schiebt sich regelrecht vorwärts. Das erhöht die Kompressionskräfte in den Kniegelenken. Also keine Entlastung! Anders ist es beim Alpin-Wandern. Wer hierbei Stöcke benutzt, entlastet die Gelenke tatsächlich, die Stöcke federn die vertikale Kraft ab. Ist man sich dieser Zusammenhänge bewusst, kann Nordic Walking auch von Patienten entsprechend dosiert betrieben werden.Zum Artikel: Fit durch Fasten
Magnesium hilft gegen Muskelkrämpfe
Wahrheit: Kann sein, muss aber nicht. Muskelkrämpfe haben wohl viele Ursachen - eine davon könnte ein Mangel an Magnesium sein. Wichtiger scheint jedoch die ausreichende und regelmäßige Versorgung mit Flüssigkeit und Elektrolyten zu sein.Vor dem Training: Hände weg von Magnesium. Wer zu viel davon intus hat, setzt seine Maximalkraft herab, da die Reizübertragung weniger gut funktioniert. Besser: ausreichend trinken und ausgewogen essen, aufwärmen und leichtes Stretching.
Nüchtern trainieren hilft mehr Fett zu verbrennen
Wahrheit: Stimmt nicht. Auch wenn nix im Bauch ist, greift der Körper unter Belastung zuerst auf Kohlenhydrate zurück. Die sind die am leichtesten zugängliche Energiequelle. Fett ist erst danach dran. Nur wer weniger isst, als er verbraucht, rückt dem Speck konsequent und nachhaltig zu Leibe.Manche Laufstile schonen die Gelenke
Wahrheit: Sinnvoller als ein zwanghaft antrainierter Laufstil sind gut gedämpfte Laufschuhe und notfalls entsprechende Einlagen. Entgegen der eigenen Gewohnheit läuft es sich eher verkrampft und "unrund".
In der Höhe ist die Luft sauerstoffärmer
Wahrheit: Physikalisch falsch. Der Sauerstoffgehalt der Luft ändert sich nicht. Er beträgt immer 20,9 Prozent - egal ob man am Meer steht oder auf einem Achttausender. Es ändert sich aber der Sauerstoffpartialdruck: Der ist hoch oben geringer und es bleibt weniger Sauerstoff an den Erythrozyten (rote Blutkörpchen).Damit kommt auch weniger Sauerstoff im Muskel an. Man fühlt sich schwächer. Kommt man zurück ins Flachland, wirkt sich das positiv aus. Denn hier transportieren die vielen Erythrozyten wieder mehr Sauerstoff und das erhöht die sportliche Leistungsfähigkeit.
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