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Aus ALPIN 09/09

Vollgas: Marktübersicht Kocher

28.08.2009 09:40:35
Ein warmer Schluck ist oft angenehm. Im Extremfall kann er Alpinisten und Outdoor-Freunden das Leben retten. Aber nicht jeder Kocher ist für alle Bedingungen geeignet.
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Inzwischen gibt es effizientere Systeme.
Lange Zeit war bei Kochern die Leistung das maßgebliche Kriterium. In wie viel Minuten schafft es der Kocher, einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen? Wie effizient er Kocher dabei war, war eher nebensächlich.

Die Fälle aber, in denen es Backpackern, Bergsteigern oder Campern um ein paar Minuten Zeit geht, sind wohl eher die Ausnahme. Meist ist genügend Zeit zum Kochen.

Ein viel wichtigeres Kriterium ist das Gewicht. Und zwar erst in zweiter Linie das Eigengewicht des Kochers. Wenn man mehrere Tage oder gar Wochen unterwegs ist, zählt vor allem das Brennstoffgewicht.

Eine höhere Effizienz bedingt, dass der Kocher für dieselbe Kochleistung weniger Energie braucht. Damit spart man auf Dauer etliches an Gewicht, weil man weniger Brennstoff benötigt.


Für eine Fotogalerie der vorgestellten Kocher klicken Sie auf das Bild oder auf diesen Link.
Darüber hinaus ist es natürlich preiswerter und umweltschonender. Die höhere Effizienz ist in erster Linie durch die Beschaffenheit des Topfbodens erreicht worden.

Schaut man sich nämlich einen herkömmlichen Kocher in Betrieb an, kann man beobachten, dass die Flamme (und damit die Energie) am Topfrand vorbei schlägt. Mittels verschieden gestalteter Rippen erreichen die Hersteller es bei den neuen Systemen, dass diese Energie nicht mehr verpufft, sondern zum Kochen genützt wird.

Außerdem werden für diese effizienten Kocher nicht mehr nur Kocher und Topf einzeln angeboten, sondern das Ganze gibt es als System. Kocher, Topf, Deckel und Windschutz stellen eine Einheit dar. Alles ist aufeinander abgestimmt.

So hat Primus es beispielsweise geschafft, die Effizienz eines Kochers von 40 Prozent auf ca. 80 Prozent zu steigern. Das heißt im Umkehrschluss, dass man nur noch ca. die Hälfte des Brennstoffs braucht.

Das hat die oben beschriebenen Vorteile, aber natürlich (wie sollte es anders sein) auch Nachteile. Zum einen steigt das Eigengewicht des Kochers, zum anderen sind die Systeme natürlich deutlich teurer als einfache Kocher mit normalen Töpfen.


Für eine Fotogalerie der vorgestellten Kocher klicken Sie auf das Bild oder auf diesen Link.
Auch kann man meist nicht mehr die Töpfe anderer Hersteller benutzen, sondern muss das Zubehör kaufen, das eben zu diesem System gehört.

Bleibt als Fazit festzuhalten, dass sich diese Neuerungen für all diejenigen lohnen, die Kocher öfter und über längere Zeit brauchen. Für die Gelegenheitscamper bzw. -kocher lohnt sich die Anschaffung nicht zwingend.

Neben diesen Neuerungen werden herkömmliche Kocher immer leichter. Ganze 69 Gramm wiegt der MicronStove Ti von Primus, ein vollwertiger Kocher.

Interessant ist auch der Jetboil Flash: wieder ein Kochersystem, aber klein und leicht und eigentlich vorwiegend zu verwenden, um Wasser zu kochen und nicht um Mahlzeiten zuzubereiten.

Darüber hinaus gibt es (weiterhin) Kocher, die fast alles verbrennen, was brennbar ist.

Der Wisperlite International von MSR ist seit Jahren ein Dauerbrenner, der alle flüssigen Brennstoffe frisst, die man ihm anbietet und dabei relativ preiswert, klein und leicht ist: Ein geeigneter Begleiter für Weltenbummler, die sich nicht auf die lokale Küche verlassen wollen.

Alle ALPIN-Marktübersichten finden Sie hier!


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