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Die Antwort ist einfach: Weil bei sogenannten spezifischen Frauenprodukten oft die Farbe das einzig Spezifische ist. Etwas Rosa, etwas Hellblau, viele Blümchen und fertig ist das Fräuleinwunder. Diese Mogelpackungen sind unglaubwürdig und bescheren einer prinzipiell guten Sache ein schlechtes Image. Aber es geht auch anders. Es gibt inzwischen etliche Frauenprodukte, die Funktionalität, Komfort und Optik aufs Vorzüglichste vereinen - und Frau einen echten Gewinn bringen.
Klicken Sie sich durch unsere Fotogalerie mit acht Produkten für Frauen.
Ines Papert, mehrfache Weltmeisterin im Eisklettern, kann dies nach jahrelanger Erfahrung in Eis und Fels bestätigen: "Bis es Frauenmodelle gab, waren mir die Hosen immer zu lang und die Jacken zu groß. Es war höchste Zeit, dass die Hersteller endlich realisieren, dass auch Frauen Bergsport betreiben." Und die Hersteller haben nicht nur realisiert, sondern auch reagiert. Inzwischen bietet jede renommierte Bergsportmarke ausgereifte, ideenreiche und pfiffige Frauenbekleidungsserien an, bei denen Schnitte, Stoffe und Farbe auf die Bedürfnisse der Alpinistin ausgerichtet sind.
Ähnliches gilt für den Schuhsektor. Frauen haben (im Normalfall) schmalere Füße, deswegen sind die Leisten entsprechend angepasst. Ob Skitouren-, Wander- oder Kletterschuhe: Damenmodelle sind heute in allen erdenklichen Kategorien verfügbar und sie sind zu einer Selbstverständlichkeit geworden.
Aber auch in Sachen Ausrüstung hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Damen-Rucksäcke für kurze Rücken und schmale Schultern, Damen-Schlafsäcke mit zusätzlicher Daune im Fußbereich, Damen-Isomatten mit stärkerer Isolation im Hüft-Nierenbereich...
Alles tolle Innovationen, die das Leben und Bergsteigen für Frauen komfortabler machen. Trotz positiver Beispiele sind Blender nicht weit. In Trittbrettfahrer- Manier springen sie auf den immer länger werdenden Frauen-Outdoor-Zug auf. Mitnahme- Effekte garantiert. In jüngster Zeit gibt es gerade im Ausrüstungs- Bereich eine wahre Flut an frauenspezifischen Produkten, die durchaus kritisch zu sehen sind. Worin liegt beispielsweise der entscheidende Unterschied zwischen einem Frauen- und einem Männer-Tourenski? Böse Zungen behaupten, im Design. Da ist wohl etwas dran. Aber wählt man einen Ski nicht nach Kriterien wie Körpergröße, Fahrkönnen oder Gewicht aus?
Text: Romana Bloch
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