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Sie lösen sich meist im Laufe des Tages wieder auf, sollten vom Bergsteiger aber kontinuierlich beobachtet werden: Wenn sie sich verdichten und auftürmen, ist Vorsicht angebracht - ein Wärmegewitter entsteht. Die Cumulus-Wolken quellen weiter und bilden kilometerhohe Wolkentürme (Cumulonimbus), die oben oft ambossförmig ausfransen. Spätestens jetzt sollte die Bergtour abgebrochen werden.
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Eine wichtige Regel ist also:
Zunehmende Bewölkung bedeutet oft nichts Gutes, vor allem wenn die Wolken sich auftürmen und dabei deutlich höher als breit werden (Cumulus Castellanus). Wolken, die sich bilden und kurz danach wieder auflösen, sind dagegen ein positives Zeichen. So heftig es sein mag, ein Wärmege-witter ist oft nur von kurzer Dauer - danach ist es wieder schön.Im Winter können die Haufenwol-ken meistens nicht so stark in die Höhe quellen. Sie breiten sich dann eher flach aus und werden Stratocumulus genannt. Diese Haufenwolken sind die häufigste Wolkenart und eine Garantie für stabiles, aber oft trübes Hochdruckwetter. Andere Vettern der Cumuluswolke sind die bekannten Schäfchenwolken (Altocumulus und Cirrocumulus). Sie treten oft bei Föhn auf und gelten als Schlechtwetterboten. Meist bleibt jedoch noch ein Tag Zeit, bis es ungemütlich wird.
Langsame Wetterverschlechterung
Auch wenn Cirruswolken aus westlicher Richtung am Himmel auftauchen, kann man noch in Ruhe absteigen. Cirren sind ein früher Vorbote eines Wetterum-schwungs. Wenn sie sich verdichten, sollte man mit einer Wetter-änderung innerhalb der nächsten 48 Stunden rechnen.Zur Bildergalerie "Was uns Wolken sagen"
Auch die Kondensstreifen von Flugzeugen geben Hinweise: Wenn sie sich verbreitern, statt sich schnell aufzulösen, so ist eine Wetterverschlechterung in Sicht. Irgendwann verdichten sich die Cirren zu einem milchigen Schleier (Cirrostratus), durch den das Sonnenlicht noch recht intensiv durchscheint.
Außerdem bilden sich optische Erscheinungen wie Nebensonnen oder Halos (vgl. auch Wetter Teil I). Der Schleier wird zu einer dicken Schicht (Altostratus) und die Sonne ist oft nur noch wie hinter einem Milchglas zu sehen. Es wird immer dunkler, die Fernsicht am Boden ist paradoxerweise jedoch sehr gut!
Und dann ist sie da, die langweiligste Wolke: Nimbostratus bildet sich unter den anderen Wolken und schiebt sich zwischen die Berge. Regen oder Schneefall setzen ein. Der Himmel ist über Hunderte von Kilometern strukturlos und einförmig, keine Aufhellung ist zu sehen. Das kann einige Tage so gehen, bis sich erste Strukturen bilden, die Wolken aufhellen und in Cumuli auflösen. Das Wetter wird wieder schön …
Text: Markus Lochner
Fazit:
Wer Wolken beobachtet, kann aus der Form, der Entwicklung und der Richtung, aus der sie aufziehen, Rückschlüsse auf die Wetterentwicklung ziehen.Aus ALPIN 07/2006
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