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Besonders im Winter ist das Erreichen des Gipfels nur ein Teilziel jeder Bergtour.
Vor jeder Tour wird man sich erst einmal mit der Wahl des Gebirges zu beschäftigen haben, dann erst mit einer möglichen Route. Für das ins Auge gefasste Ziel sollte es immer ein oder zwei Alternativen bei schlechten Verhältnissen geben. Während dieser Phase gilt es schon Tage vor dem geplanten Start, die Lawinenlage und die vorherrschenden Wind- und Wetterverhältnisse im Zielgebiet mittels Internet oder Telefonansage zu verfolgen.
Jahreszeitlich angepasste Auswahl
Perfekt geplant ein Vergnügen: Biwaknacht im Iglu
Im Hochwinter - also in den Monaten Januar und Februar - hat sich die Altschneedecke dann schon etwas gesetzt. Trotz teilweise starker Neuschneemengen wird man nun (immer im Abgleich mit dem Lawinenlagebericht) auch den unvergletscherten Tourenbereich bis in etwa 3000 Meter Höhe in die Planung mit einbeziehen können.
Links zur Lawinenlage
Erst im Frühjahr (also im März und April, ja sogar teilweise noch im Mai) ist die Zeit für Skihochtouren und Steilabfahrten. Gerade dann aber ist die richtige Zeitplanung von ausschlaggebender Bedeutung. Zwar währt ein Apriltag schon etwa 13 Stunden, indes wird man nur zu bestimmten Tageszeiten hinreichend sichere und genussreiche Verhältnisse vor allem für die Abfahrt antreffen. Grundsätzlich ist ob der tageszeitlichen Erwärmung ein früher Aufbruch anzuraten.
Der Firn hat seine Termine
Für die Abfahrt gilt: Auch der Firn hat seine Termine! Rein ostseitige Abfahrten bescheren nur bis spätestens zehn Uhr wirklichen Butterfirn, während man auf der Südseite allemal noch ein Stündchen oder zwei zuwarten kann. Für eine westseitige Abfahrt dagegen kann man sich ein bisschen Zeit lassen, denn die nimmt man am besten erst am frühen Nachmittag unter die Bretter.Dass derlei Skifahrerlatein für Schneeschuh- und Winterwanderer nur am Rande von Bedeutung ist, erklärt sich von selbst. Allerdings dürfte ein südseitiger Abstieg über durchgeweichten Sulz auch für die Fußgänger nicht sonderlich erquicklich sein.
Länge und Schwierigkeit der ausgewählten Tour verlangen zunächst also eine eigenverantwortliche Beurteilung der persönlichen Voraussetzungen und eine objektive Einschätzung der einzelnen Gruppenmitglieder. Um den Charakter einer Tour einordnen, bedarf es in erster Linie einer zuverlässigen Karte (möglichst im Maßstab 1:25000) und eines möglichst aktuellen Führers.
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