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Steht nämlich die Sonne nur knapp über dem Horizont, bringt sie die winzigen Wassertröpfchen in der Luft zum Leuchten.
Ein rot gefärbter Himmel zeigt deswegen immer Feuchtigkeit in der Luft an - das gilt sowohl für Abend- als auch für Morgenrot. Die Feuchtigkeit des Abendrots setzt sich im Laufe der Nacht als Tau auf dem Boden ab, daher bleibt das Wetter oft schön.
Wenn sich morgens der Himmel jedoch rot färbt, steigt der Wasserdampf mit der tageszeitlichen Erwärmung nach oben und bildet Regenwolken. Das sicherste Zeichen für einen schönen Tag ist daher immer noch ein goldgelber Sonnenauf- oder -untergang, am besten bei sanftem Ostwind.
Im Anschluss verdichten sich die Wolken oft zu einem milchigen Schleier und werden immer dicker, damit ist das schlechte Wetter schon nahe. Frühe Vorboten für diese Wetterentwicklung sind die hohen, scheinbar bewegungslosenfederartigen Cirruswolken.
Auch die Kondensstreifen von Flugzeugen geben Hinweise: Wenn sie sich verbreitern statt sich schnell aufzulösen, so ist eine Wetterverschlechterung in Sicht.
Aufsteigende Nebelschwaden (z. B. dampfender Wald) sind ein Indiz für hohe Luftfeuchtigkeit. Auch an Felsen und Holz ist Feuchtigkeit erkennbar:
Sie erscheinen dunkler oder bilden dunkle Flecken aus. Außerdem leitet feuchte Luft den Schall besser als trockene Luft. Und noch eine alte Weisheit: Öfen (z. B. in einer Hütte) ziehen kurz vor einer Wetterverschlechterung nicht mehr richtig.
Am Rauch eines Lagerfeuers oder aus Kaminen lässt sich recht gut die Windentwicklung ablesen. Bei Windstille ist die Rauchsäule jedoch ein noch besserer Indikator für die Wetterentwicklung: Eine steil in die Höhe steigende Rauchsäule ist ein Hinweis auf stabil gutes Wetter.
Rauch, der waagrecht oder schräg in die Luft zieht, zeigt dagegen, dass der Luftdruck gering und die weitere Wetterentwicklung eher schlecht sind.
Bei einem drohenden Wetterumsturz halten sich z. B. Gämsen eher in den Bergwäldern auf oder ziehen sogar bis in Talnähe. Bergdohlen fliegen etwa zwei Tage vor einer Wetterverschlechterung in Richtung Tal.
Auch die Wetterprognose anhand des Schwalbenflugs ist kein Hokuspokus: Bei sonnigem Wetter steigt die warme Luft nach oben und damit auch Insekten, von denen sich die Schwalben ernähren - die Vögel müssen hoch fliegen, um ihre Beute jagen zu können.
Frischt vor einem heranziehenden Tief der Wind auf, bleiben Fliegen und Mücken und damit auch ihre Jäger näher am Boden.
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