Das Waltenberger Haus (2085m) ist bald Geschichte. Die älteste DAV-Schutzhütte in den Allgäuer Alpen muss einem Neubau weichen.

Die letzten Tage für das 1875 erbaute Waltenberger Haus sind gezählt: Bis zum 06. September hat die zweitälteste DAV-Hütte in den Bayerischen Alpen noch für Gäste geöffnet, danach beginnen die Vorbereitungen für ihren Abriss.

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Ähnlich wie im Fall der alten Höllentalangerhütte war eine Sanierung der in die Jahre gekommenen Berghütte unterhalb der Mädelegabel nicht mehr möglich. 

Von der maroden Bausubstanz über die unzureichenden Sanitäranlagen bis hin zu massiven Brandschutzproblemen reicht die Mängelliste. Dazu kommen noch die stark eingeschränkten Platzverhältnisse sowie fehlende Lagermöglichkeiten.

"Die Berghütte wird also nicht abgerissen, weil wir wollen, sondern weil wir müssen", begründet Matthias Hill, Geschäftsführer der DAV-Sektion Allgäu-Immenstadt, die Entscheidung zu Gunsten eines völligen Neubaus.

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Der soll bis Sommer 2017 stehen - und wird die Sektion rund 3,2 Million Euro kosten.

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6 Kommentare

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Ein Freund des Waltenberger-Hauses

Von einer maroden Bausubstanz kann überhaupt nicht die Rede sein.
Bis auf einen kleinen Bereich auf der Wetterseite des älteren Hauses
(in ihm befand sich der gemütliche Gastraum) und renovierungsbedürftige Teile im Kellerbereich ist das Haus absolut in Ordnung. Es ist beengt, dies hätte ein Anbau bereinigt !

Der Abriß war unnötig ! Ein Wiilkürakt der Sektion !

Bernd Bühler auf Facebook

Oh nein echt schade drum

Rene Adam auf Facebook

Oh nein. Der Hüttenwirt war der Knaller. War so ca. 2003 dort.

Eileen Weidenweber auf Facebook

Eigentich bin ich schon ein moderner Mensch, aber alte Hütten sind einfach unvergleichlich stimmungsvoll...

Frank Niederhöfer auf Facebook

Und dann kommt so etwas wie die Höllentalangerhütte raus. Schrecklich

Jenny Crystal auf Facebook

Und diese Hütte ist so schön. Mich regt's auf das immer die alten Hütten und Häuser abgerissen werden, statt sie zu erhalten.