Thomas und Alexander Huber und Mario Walder freuten sich im Sommer 2012 über einen Erfolg am Mount Asgard auf Baffin Island. Am 9. August stand das Trio nach 28 Seillängen mit Schwierigkeiten bis zum 10. Grad und über zehn Tagen in der Wand auf dem Südturm des Mount Asgard. Am Mittwochabend hatte ein Film über das Abenteuer in München Premiere.

Die Premiere fand im Mathäser Filmpalast in München vor 400 geladenen Gästen, Medien, Outdoor- und Wintersport-Athleten sowie Fans statt. Die drei Protagonisten nutzen die Gelegenheit ihr Projekt persönlich vorzustellen und berichteten vorab von Ihren Erlebnissen auf Baffin Island.

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Für ihre freie Besteigung kletterten sie soweit wie möglich an der ursprünglichen Route und wählten wo nötig Varianten entlang der "Bayerischen Direttissima". Vor drei Jahren war eine Belgische Expedition an dieser Route unterwegs.

Nico und Olivier Favresse, Sean Villanueva, Stephan Hanssens und Silvia Vidal an dieser Route und schafften es bis auf eine Seillänge alles frei zu klettern. Ihre Linie entlang der "Bayrischen Direttissima" nannten sie "Belgarian". Grund genug für die Bayern, diese Expedition nach Baffin zu planen, um auch das letzte Fragezeichen dieser außergewöhnlichen Route zu lösen.

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Klicken Sie sich durch die Slideshow und sehen Sie Bilder der Mount Asgard-Expedition der Huberbuam 2012.

Auf Grund des wechselnden Wetters mit Schneefall mussten sie ihr ursprüngliches Vorhaben, die Route in einem Push frei zu klettern, verwerfen und immer wieder ins Basislager zurückkehren.

Nach mehreren Tagen und Versuchen an der 700 Meter hohen Wand waren sie am Ende mit einem "Team Free Ascent" erfolgreich. Sie bewerteten ihre Linie aus der "Bayrischen Direttissima", der "Belgarian" und zwei "Huberischen" Längen mit dem Schwierigkeitsgrad 5.13b, 8a+, 10- und beurteilten sie als "eine Wahnsinns-Wand, sehr kompakt, bester Fels und technisch sehr anspruchsvoll!"

Alexander fasst die Expedition zusammen "der Asgard hat uns nichts geschenkt, nur der letzte Meter war wirklich leicht… aber es ist immer so: je härter die Herausforderung, desto stärker die bleibenden Erinnerungen."

Auch Thomas ist von der Expedition nach Baffin begeistert und rekapituliert: „Eine Wahnsinns Zeit an einer Wahnsinns Wand . Diese Route kann es mit den Toprouten am El Capitan aufnehmen!"

Klicken Sie sich durch die Slideshow und sehen Sie, wer bei der Filmpremiere dabei war.

ALPIN-Chefredakteur Bene Benedikt war bei der Premiere in München dabei und verrät, was er von dem Streifen hält:

Voll des Lobes: Bene Benedikt.

Ein toller Film! Besonders im Vergleich zu den früheren Werken der Huberbuam, die hochtechnisch und mit großem Aufwand produziert worden waren. Hier waren zwei junge Filmer, Franz Hinterbrandner und Max Reichel, mit von der Partie, die leicht und schnell mit Alexander und Thomas unterwegs waren. Da wackelt schon mal die Kamera, da fällt es schwer, die unglaublichen Boulderzüge hoch in der Wahnsinnswand zu verstehen, weil Perspektive und Bildausschnitt zu rasch wechseln und weil der dynamische Schnitt eher ablenkt, wenn man den Huberbuam bei ihrem dritten, vierten, fünften Versuch helfen möchte, sich zu konzentrieren. Aber so ist der Zuschauer wirklich atemlos mitten in der Wand dabei. Dazu die teils ironischen, teils zynischen, teils liebevollen Kommentare von Alexander, Thomas und Mario Walder - großartig!

Bavarian Direct auf DVD und als Download.

Der 75-minütige Film ist als DVD und Download im Onlineshop von timeline Production unter www.timeline-production.de/shop.html erhältlich.

Die Erstausstrahlung im Free-TV erfolgt am 26. April 2013 um 20:15 auf Servus TV im Rahmen der Sendung Bergwelten unter dem Titel "Huberbuam auf Baffin Island".

In ALPIN 05/2012 lesen Sie ein Interview mit Thomas Huber zu "Bavarian Direct". Ab 13. April am Kiosk!

Bild-, Text-, und Filmquelle: adidas Mehr zu den Huberbuam: www.huberbuam.de

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