Reinhold Messner adelte Steve House 2005 als "besten Höhenbergsteiger unserer Zeit". Zuvor hatte Steve in einer alpinen Spitzenleistung mit Vince Anderson die Rupalflanke am Nanga Parbat (8125 Meter) im Alpinstil durchstiegen. 2010 verunglückte er bei einem Sturz beinahe tödlich.Über all das und noch viel mehr sprach ALPIN-Redakteur Andreas Erkens mit Steve House am Dienstag in München.

Weiß um das Risiko seines Tuns: Steve House im Gespräch mit Andreas Erkens. Bild: Julian Bückers.
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Seit dem 28. März 2010 ist nichts im Leben von Steve House mehr wie es vorher war. An jenem Tag stürzte er am Mount Temple (3544 Meter) in den kanadischen Rockies 25 Meter in die Tiefe. Im Krankenhaus zählten die Ärzte, die um Steves Leben kämpften, 20 Stellen, an denen die Rippen gebrochen waren, zwei Mal war der Oberschenkel durch, der rechte Lungenflügel stellte seinen Dienst ein. Fünf Monate des körperlichen und seelischen Leides sollte es dauern, bis Steve House erstmals wieder klettern konnte.

"Vor meinem Unfall war mein Risiko-Limit eher theoretisch und nicht so real für meinen Körper. Danach wurde es auf einmal spürbar: Wenn ich jetzt hier falle, bedeutet es für mich große Schmerzen, die ich genau kenne. Und die nächsten zwei oder drei Jahre meines Lebens werden ganz anders ablaufen. So wird der sonst abstrakte Risikobegriff für mich zur spürbaren Realität", erzählte Steve House am Dienstagabend im Gespräch mit ALPIN-Redakteur Andreas Erkens in München.

Mehr aus dem Gespräch mit dem Bergführer, Piolet d'Or-Preisträger, Ehemann und studierten Ökologen Steve House lesen Sie in einer der nächsten ALPIN-Ausgaben.

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