Was ein britisches Touristenpaar vergangene Woche auf dem Aletschgletscher im Wallis durch Zufall entdeckte, ist zwar kein Fund von ötzischen Ausmaßen, aber dennoch eine kleine Sensation: Die Bergwanderer waren auf die Skelette von drei Personen gestoßen. Dabei könnte es sich um die menschlichen Überreste der Brüder Ebener handeln, die vor 86 Jahren verschollen waren.

Einmaliges Panorama: Wanderer oberhalb des Aletschgletschers (Foto: picture-alliance.com).
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Wie die Aargauer Zeitung in ihrer Online-Ausgabe vom 03. Juli berichtet, waren die beiden britischen Bergwanderer bereits vergangenen Donnerstag - zwischen Konkordiaplatz und Märjelenseeauf - die Skelette von drei Personen gestoßen.

Neben den menschlichen Überresten konnten von der Kantonspolizei Wallis noch etliche Gegenstände sicher gestellt werden, darunter ein Fernglas, Skistöcke, Schneeschuhe, eine Tabakpfeife, Kleiderreste und eine Sackuhr. Daneben wurde auch ein Ledergeldbeutel mit neun Schweizer Franken entdeckt, die jüngste Prägung war von 1921.

Laut dem Sprecher der Kantonspolizei Wallis, Max Rieder, wird das gerichtsmedizinsche Institut und die kriminaltechnische Abteilung der Kantonspolizei die Skelette und materiellen Fundstücke in den kommenden Tagen genauer untersuchen. Allerdings deute schon jetzt vieles darauf hin, dass es sich bei den Skeletten um die Gebrüder Ebener handeln könnte.

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Am 04. März 1926 waren Johann, Cletus und Fidelis Ebener zusammen mit einem Begleiter zur Lötschenlücke (3170m) - einem stark vergletscherter Gebirgspass in den Berner Alpen zwischen Lötschental und Aletschgletscher - aufgestiegen. Seitdem fehlte von den vier Männern jede Spur. Mit Hilfe eines DNA-Vergleichs wollen die Ermittler nun für Klarheit sorgen. Hierbei sollen die noch lebenden Neffen und Nichten der verschollenen Ebener-Brüder helfen.

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