Stefan Glowacz und David Göttler sind enttäuscht. Sie haben sich bei ihrer Expedition in Nepal mehr erhofft. Drei Tage haben sie versucht, in die 1.800 Meter hohe Felswand am Gauri Shanka (7.030 Meter) einzusteigen und dort voranzukommen.

Besprechung in Kathmandu: Göttler (li.) und Glowacz bei Elizabeth Hawley in Kathmandu. Bild: Klaus Fengler.
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Es war aussichtslos: Weder Eisklettern noch normales Klettern war möglich. So entschlossen sich Glowacz, Göttler und Fotograf Klaus Fengler, ihre Expedition abzubrechen. Am Dienstag trugen sie das restliche Equipment zurück ins Basislager.

Grund waren die widrigen Bedingungen in der Wand. Seit zwei Wochen gab es jeden Tag Niederschlag. Das Wasser in der Wand ist gefroren. Es schneite oder regnete - keine Aussicht auf Besserung. "Unter diesen Umständen ist ein Durchsteigen der Wand undenkbar", meinte Glowacz am Telefon gefasst. In seiner Stimme konnte man aber die Enttäuschung hören. "Das Gelingen einer Begehung in solch einer extremen Höhe hängt stark vom Wetter ab. Wenn das nicht passt, ist es unmöglich, erfolgreich zu sein." Am 14. Mai kehrt er mit David Göttler und Klaus Fengler nach Kathmandu zurück.

Letzte Vorbereitungen: Göttler und Glowacz packen in Kathmandu.
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Stefan Glowacz wollte sich sich mit der Expedition den lange gehegten Traum erfüllen, endlich einmal einen der Bergriesen im Himalaya zu besteigen. Denn obwohl das Tourenbuch des Profi-Bergsteigers inzwischen schon den Umfang seines durchtrainierten Oberarms haben dürfte, ist der 46-Jährige bis dato noch nie an einem der wirklich großen Berge im Himalaya oder Karakorum unterwegs gewesen ist.

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