Jeder, der in Gletscherregionen in den Alpen unterwegs ist, spürt, sieht, fühlt, dass der Klimawandel nicht irgendwann kommt, sondern längst da ist. Ehemals stolze Hochtouren sind zu Schutthatschern verkommen, mancher Eis-Riese zeigt seine felsige Seite. Eine wissenschaftliche Studie bestätigt jetzt das Augenscheinliche und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Alpengletscher werden bis 2100 größtenteils verschwunden sein!

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Die Wissenchaftler untersuchten die Auswirkungen des Klimwandels auf de Gletscher verschiedener Bergregionen weltweit. Während die Gletscher der Himalaya-Riesen den Prognosen zu Folge um "nur" etwa zehn Prozent schrumpfen sollen, sind es in den neuseeländischen Alpen schon 70 Prozent.

Am stärksten betroffen jedoch sind die europäischen Alpen. Je nach Szenario schrumpfen die Gletscher den kanadischen Wissenschaftlern nach hier um 60 bis 90 Prozent.

Die Durchschnittstemperatur in den Alpen ist in den vergangenen 120 Jahren um mehr als zwei Grad angestiegen und bereits heute sind im Vergleich zu 1850 rund 60 Prozent des Eises in den Alpen verschwunden.

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"Eisverluste dieses Ausmaßes werden beachtliche Auswirkungen auf die regionalen Wasserverhältnisse und die Verfügbarkeit von Wasser haben", heißt es in der Studie. Allein das Schmelzwasser könnte die Meeresspiegel um neun bis 16 Zentimeter ansteigen lassen, sagen die Forscher voraus.

Auch die Auswirkungen für das Bergsteigen werden enorm sein. Hochtouren über Gletscher werden seltener, steinschlaggefährdete Schutt-Touren durch brüchige Felslandschaften zum Regelfall.

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