In Grindelwald fand in den vergangenen Tagen zum vierten Mal die Eiger live Woche "1000 Meter über dem Alltag" statt. Im Rahmen der großen Eiger Jubiläumsfeier am Freitagabend wurde erstmals der Eiger Award verliehen. Mit diesem Preis sollen Alpinisten gewürdigt werden, welche durch ihre Leistungen die Faszination und den Wert der Berge aufzeigen. Erster Preisträger ist einer der derzeit überragenden Persönlichkeiten des Spitzenbergsteigens: Ueli Steck.

Anfang Juni wird in Grindelwald zum zweiten Mal der Eiger Award verliehen. Mit diesem Preis sollen Alpinisten gewürdigt werden, die durch ihre Leistungen die Faszination und den Wert der Berge aufzeigen. Prestige, eine 15 Kilogramm schwere Trophäe sowie Preisgeld in Höhe von 10.000 Franken locken. Nominiert wurden die deutsche Kletter-Legende Kurt Albert, Daniel H. Anker aus der Schweiz sowie das italienisch-kasachische Duo bestehend aus Simone Moro und Denis Urubko.

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Wer Nachfolger von Ueli Steck, dem ersten Preissträger von 2008, wird, haben nun Sie per Internet-Voting in der Hand.

Bereits bei der Nominierung der Kandidaten für den Eiger Award 2009 wurden die Besucher des Internet-Auftrittes www.eigerlive.ch befragt. Eine siebenköpfige Jury, darunter die Extrembergsteiger Stephan Siegrist und Michi Wärthl sowie ALPIN-Mitarbeiter Tom Dauer, wählten aus allen Einsendungen drei Kandidaten aus.

Laut Aussage des Jury-Präsidenten Röbi Koller sei man sich durchaus bewusst, dass "Leistungen im Bergsport objektiv kaum messbar" sind. Dies habe man auch in den Kriterien zur Verleihung des Eiger Awards zum Ausdruck bringen wollen. Neben "alpinistischen und persönlichen Höchstleistungen in den Bergen" dienen daher auch "Vermittlung des Bergsports als Erlebnis und Abenteuer" sowie "Respekt vor den Bergen als Quelle von Inspiration und Kreativität" als Bewertungsgrundlagen.

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Der Preisträger des Eiger Awards wird nun durch Publikumsentscheid aus den drei Nominierten ermittelt. Seit gestern kann man bis 31. Mai unter http://eigerlive.ch/nominationen/voting seine Stimme abgeben.

Nominiert sind: Kurt Albert, Ebermannstadt (D) Kurt Albert ist vor Kletterprofi - und der Erfinder des Rotpunkt-Gedankens, also des (gesicherten) Kletterns ohne Benützung von technischen Hilfsmitteln. Doch dies ist nicht der einzige Grund, warum ihn die Jury nominiert hat. In ihrer Beurteilung hält sie fest, dass Albert "schwierige Sportkletterrouten in aller Welt eröffnet hat, aber auch klassische Touren in großen Nordwänden". Alberts bergsportliches Ziel ist es, an den meist von der Zivilisation abgelegenen "Big Walls" Erstdurchsteigungen zu realisieren. www.kurt-albert.de Daniel H. Anker, Thun Daniel H. Anker hat zahlreiche Erstbegehungen sowohl im kombinierten Gelände als auch im alpinen Sportklettern vorzuweisen und ist Anker "ein Schweizerisches Urgestein der Bergsteigerszene". Kein anderer hat in der Eigernordwand mehr Erstbegehungen gemacht (Eigersanction, Löcherspiel, Le chant du cygne, La vida es silbar). Simone Moro (I) und Denis Urubko (KAZ) "Weil sie als Zweierseilschaft aus zwei Kontinenten seit zehn Jahren erfolgreich unterwegs sind", so die Jury-Bewertung, habe man Simone Moro (r.) und Denis Urubko (l.) für das Award-Finale auserkoren. Und: "Sie leben den völkerverbindenden Gedanken am Berg und verfolgen immer wieder auch unbekannte Ziele." Diesen Winter gelang dem Duo die Wintererstbesteigung des Makalu (8463m) im Himalaja. www.simonemoro.com Eiger Special Award

Ergänzend zum Eiger Award wird auch in diesem Jahr ein Eiger Special Award verliehen. Dafür in Frage kommt "eine Person oder Organisation, die durch ihr lebenslanges Wirken und ihr Engagement einen ausserordentlichen Beitrag geleistet hat zur Sensibilisierung und Vermittlung des Lebens- und Erlebnisraumes Bergwelt oder des Bergsports". Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Edi Bohren, engagierter Grindewlalder Präsident der Technischen Kommission des Schweizerischen Bergführerverbandes.

"Eiger live"

Die Verleihung des Eiger Award ist gleichzeitig der Höhe- und Schlusspunkt von "Eiger live", einer Veranstaltungswoche Rund um das Thema Bergsport. Unter dem Motto "1000 Meter über dem Alltag" findet diese bereits zum fünften Mal in Grindelwald die Eiger live Woche statt. Vom Bergfeuer und Boulder Happening über den Klimatag mit Eröffnung der neuen Klimapfade, von der Premiere des neuen Films von Stephan Siegrist oder einer Reihe von geführten Bergtouren: für Bergbegeisterte wird viel geboten.

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