Der Schweizer Profialpinist stellt eine persönliche Bestmarke auf.

Der Eiger und Roger Schäli, das war wohl die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Mit 18 Jahren stieg der Schweizer Profialpinist dem berühmten Dreitausender erstmals über den Mittellegigrat aufs 3970 Meter hohe "Haupt"; ein Jahr später feierte der Sörenberger bereits seine Nordwand-Premiere.

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Nun, im Sommer 2019, kann Schäli seinen insgesamt 50. kompletten Eiger-Durchstieg für sich verbuchen; auch für den Extremkletterer eine beeindruckende Zahl. 

"Aber man muss auch demütig gegenüber dem imposanten Berg sein. So vielen Erfolgserlebnissen stehen auch ebenso viele Versuche gegenüber. Der Eiger ist unerbittlich. Ich bin dutzende Male in der Nordwand geklettert, ohne oben auf dem Gipfel oder an der Westflanke auszusteigen", erinnert sich der 41-Jährige.

Um die grossen Eiger-Routen im kompletten Freikletterstil wiederholen zu können, müssen viele Dinge zusammenpassen. In die "Japaner Direttissima" investierte Schäli beispielsweise sieben Jahre Planung, disziplinierte Vorbereitung, hartes Training und unzählige Versuche, bis er die Route endlich realisieren konnte. 

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Fotogalerie: Zur Besteigungsgeschichte des Eiger.

Schneller ging es in diesem Sommer. Innerhalb weniger Tage konnte der Kletterprofi mehrere Projekte am Eiger erfolgreich abschließen. Zunächst die Route "Löcherspiel" mit Lucien Caviezel, wenige Tage später dann die komplette Rotpunktbegehung der bekannten und anspruchsvollen Route "Deep blue sea". 

Video: Roger Schäli und Sean Villanueva O’Driscoll in "La Vida es Silbar".

Den krönenden Abschluß von Schälis "Eiger-Sommer" bildete schließlich die erste eintägige Rotpunktbegehung der schweren Mehrseillängentour "La Vida es Silbar" zusammen mit Sean Villanueva O’Driscoll.

Vom Eiger hat Schäli aber noch lange nicht genug: "Der Eiger bedeutet mir sehr viel. Keinen anderen Berg kenne ich besser und an keiner anderen Wand habe ich mehr Zeit verbracht. Auch wenn mir der Eiger sehr vertraut ist: Er bleibt ein Mythos mit vielen magischen, aber auch tragischen Geschichten. Je mehr ich am Eiger klettere, umso enger fühle ich mich mit dem Berg verbunden und desto stärker repräsentiert er meine Bergsteiger-Karriere."

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