Wieder sorgten Bergsteiger am Watzmann für einen Großeinsatz der Bergrettung Ramsau.

Der Grund für den Einsatz der Bergrettung am 2. August war wohl erneut der Erschöpfungszustand einer Bergsteigerin, die sich mit einem zu schweren Rucksack übernommen hatte. Zudem war das Paar aus Tschechien vom Regen völlig durchnässt. Bereits im Juli mussten die Bergwachtler ausrücken, um ein entkräftetes Paar zu retten

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Die 52-jährige Frau und ihr Begleiter waren mit sehr schweren 15-Kilo-Rucksäcken rund 100 Meter vor der Südspitze nicht mehr vorangekommen, weil die Frau völlig erschöpft, vom Regen durchnässt und mit der Bergtour überfordert ihr persönliches Limit überschritten hatte. 

Da der Watzmann bei Eingang des Notrufes gegen 17:20 Uhr ab 2100 m bereits seit Stunden komplett im Nebel war, bereitete die Bergwacht Ramsau erneut einen aufwendigen, personalintensiven bodengebundenen Einsatz vor. 

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Die beiden Tschechen, die seit 7 Uhr morgens unterwegs waren, sprachen zudem weder Deutsch noch Englisch, wodurch die Bergwacht die Meldungen erst noch übersetzen mussten, um herauszufinden, was überhaupt passiert war und wo sich das Pärchen genau befand.

„Christoph 14“ flog insgesamt vier Einsatzkräfte der Bergwacht Ramsau in zwei Anflügen so weit wie möglich an die Nebelgrenze, die dann zu Fuß weiter mit Ausrüstung aufstiegen, um die völlig erschöpfte 52-Jährige zu versorgen.

Beim dritten Anflug mit zwei weiteren Bergrettern nutzte der Pilot dann spontan seine Chance und flog durch eine kurze Wolkenlücke bis zur Einsatzstelle am Berg. Die Retter flogen das Paar ins Tal, wo sie medizinisch versorgt wurden.

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2 Kommentare

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Thomas Spaenle auf Facebook

Mann oh Mann, solche sinnfreien Einsätze sollten die "Geretteten" selbst zahlen müssen

Constanze Kolb

Ohne Worte - wenn man nicht in der Lage ist seinen Rucksack tragen zu können, sollte man lieber daheim bleiben!