Immer mehr Touristen kleben Sticker auf das Gipfelkreuz der Zugspitze, um sich zu verewigen. Das Entfernen der Aufkleber würde hohe Kosten und einen großen logistischen Aufwand verursachen.

Im Dezember 2017 wurde das neu restaurierte und mit Blattgold veredelte Gipfelkreuz wieder auf dem höchsten Berg Deutschlands positioniert. Mittlerweile ist der Schaft des Wahrzeichens mit Aufklebern übersät.

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Im März haben heftige Sturmböen den unteren rechten Dreizack des Gipfelkreuzes weggeblasen. Hier wurde er wieder zurückmontiert. Die Sticker am Schaft sind gut zu erkennen.

| © Picutre Alliance

Selbst die auf das Gipfelkreuz gerichtete Webcam kann die Touristen nicht davon abhalten, ihre mitgebrachten Sticker auf dem Kreuz zu hinterlassen. Rechtlich gesehen, handelt es sich um Sachbeschädigung (§303 StGB). 

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Die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn (BZB) AG als Betreiber kann gegen das Kleben nicht wirklich vorgehen. Die Beseitigung der Aufkleber wäre mit hohen Kosten und einem großen logistischen Aufwand verbunden: Das Entfernen der Sticker würde das darunterliegende Blattgold zerstören. 

Eine Sprecherin der BZB äußert sich folgendermaßen: "Ehrlich gesagt haben wir resigniert und müssen zuschauen, wie respektlos mit dem Gipfelkreuz umgegangen wird". 

Selbst wenn die Aufkleber entfernt werden würden, wäre das Kreuz nach kurzer Zeit vermutlich wieder vollgeklebt. Ein Teufelskreis.

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19 Kommentare

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Franz Müller auf Facebook

Man sollte das mit € 500 bestrafen und das Geld für die Reinigung einsetzen. Hinweise hierzu in der Bahn aushängen.

Heike Heck auf Facebook

Unfassbare Modeerscheinung...die Menschheit hat nicht mal mehr Respekt vor dem Kreuz.

Daniel Schulz auf Facebook

Das kommt davon, wenn dank Gondel und Bahn auch jeder Volldepp auf unseren schönen Hausberg gelangen kann. Erstaunlich, dass an Hochsaisontagen dort nicht immer mal wieder eine abstürzt

Frank Gutzeit auf Facebook

Was kommt als Nächstes, Vorhängeschlösser?? Ich glaube die richtigen Bergsteiger/Bergwanderer machen so etwas nicht!
Einfach das Gipfelkreuz für die Badelatschen Touristen unzugänglich machen!

Dany

Mag sich arrogant anhören, aber ich finde ein Foto vor einem Gipfelkreuz muss man sich auch irgendwie „verdienen“. Als wir vor knapp drei Jahren aus dem Höllental aufgestiegen und geklettert sind und nach über acht Stunden endlich oben waren, mussten wir Schlange stehen, eben weil die Flipflopträger mal eben rüber hüpfen und ihr Selfie machen. Und ungefragt Aufkleber auf fremdes Eigentum zu kleben ist sowieso eine Frechheit.

Sascha Schnitzler auf Facebook

Kein normaler Bergsteiger würde so etwas machen! Höchstens hochgeliftete parfümierte Flipflopträgerspackos!

Franz Müller auf Facebook

Man sollte das mit € 500 bestrafen und das Geld für die Reinigung einsetzen. Hinweise hierzu in der Bahn aushängen.

Jürgen Wolf auf Facebook

Da zeigt sich auch, wieviel Verstand in den Köpfen ist....

Franz-Josef Sarafin auf Facebook

Ich würde sie die Dinger wieder abfummeln lassen.... unfassbar!!

Benjamin Jörg auf Facebook

Und schon wieder so ein Forrest Gump Moment.
"Dumm ist der der Dummes tut".

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