Die Leichen von sieben seit Mai vermissten Bergsteigern wurden nun im Himalaya gefunden.

Acht Bergsteiger aus Großbritannien, den USA, Australien und Indien wollten im Mai einen bislang unbestiegenen Gipfel des Nanda Devi, Indiens zweithöchsten Berges (7817 m), erklimmen. Dabei wurden sie von einer Lawine erwischt. Seit dem 24. Mai gelten sie als vermisst.

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Nun haben die Rettungskräfte die Leichen von sieben Bergsteigern geborgen. Ein Vermisster wird weiterhin gesucht, so die Bezirksverwaltung in Pithoragarh. 

Die Suchaktion musste nach dem Verschwinden zunächst aufgrund starken Schneefalls und Windes unterbrochen werden. Die Wahrscheinlichkeit, die Alpinisten lebend zu finden, hatten die Rettungskräfte von vornherein als gering eingeschätzt.

Der Nanda Devi gilt als schwer besteigbar. Laut einigen Medienberichten sei die Gruppe von der erlaubten Route abgewichen, ohne die zuständigen Behörden zu informieren, um einen unbenannten Gipfel (6477 m) erstmals zu besteigen. 

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Der britische Bergsteiger Martin Moran führte die achtköpfige Gruppe an. Auf der Facebook-Seite "Moran Mountain" heißt es in einem offiziellen Statement, die Bergsteiger hätten all ihre Pläne im Vorfeld mit der Indian Mountaineering Foundation (IMF) abgeklärt und genehmigen lassen.

Der Nanda Devi wurde am 29. August 1936 über den Südgrat durch eine britisch-amerikanische Expedition unter Leitung von H. W. Tilman und Charles Houston erstbestiegen. Das Gebiet rund um den Nanda Devi wurde 1982 zum Nationalpark erklärt. Seit 1988 gehört der Nanda-Devi-Nationalpark zum UNESCO-Weltnaturerbe. Zum Schutz der Umwelt ist heute nur noch die Besteigung des Ostgipfels (7434 m) zugelassen.

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