Die nepalesische Regierung lässt die Todesfälle am Everest untersuchen.

Die Bilder vom Massenansturm auf den Everest gingen rund um den Globus. Dabei grenzt es fast an ein Wunder, dass in dieser Frühjahrssaison "nur" elf Menschen bei der Besteigung des höchsten Berges der Welt ums Leben kamen: zwei auf der tibetischen, neun auf der nepalesischen Südseite des Achttausenders.

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Taten statt Worte? Man darf gespannt sein, ob die von Premier  Sharma Oli eingesetzte Kommission mehr erreicht als ihre Vorgänger.

| © Imago

Dort sieht man sich offenbar - nicht zuletzt aufgrund massiver internationaler Kritik an der Vergabepraxis von Permits - zum Handeln gezwungen. 

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Nach übereinstimmenden Medienberichten habe Premierminister Khadga Prasad Sharma Oli die Bildung einer fünfköpfigen Kommission veranlasst, die nicht nur die jüngsten Todesfälle am Everst untersuchen, sondern gleichzeitig auch bestehende Richtlinien und Gesetze überprüfen solle.

Wo nötig, so Dandu Raj Sharma, der Generaldirektor der nepalesischen Tourismusbehörde, würden auch Änderungen empfohlen werden.

Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass Kathmandu versucht, die Situation am Everest mit neuen oder überarbeiteten Vorgaben in den Griff zu bekommen. 

Herausgekommen ist dabei in den vergangenen Jahren wenig. Sei es, weil das höchste Gericht Nepals Beschlüsse der Regierung wieder kippte, oder weil bestehende Richtlinien in der Praxis nicht konsequent umgesetzt wurden. 

Für Nepals Premier steht bereits fest - ohne dass die Untersuchungskommission ihre Arbeit überhaupt richtig aufgenommen hätte -, dass "der Tod der Bergsteiger nichts mit den Staus zu tun hat". Für die Frühjahrssaison 2020 verheißen die Worte von Sharma Oli nichts Gutes.

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4 Kommentare

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Michael Heinz Lechfeld auf Facebook

Hoffentlich denn dieser Wahnsinn kann SO nicht weitergehen. Denn DAS hat mit Alpinismus nichts mehr zu tun, das ist nichts als Geschäftemacherei. Etliche von denen die da Schlange stehen oder standen haben normal gar nicht die Voraussetzungen um den Everest zu besteigen, werden aber trotzdem hochgeschleppt weil "..... man ja dafür bezahlt hat"

Andreas Hark auf Facebook

Ich schlage folgende Maßnahme vor: Nur noch Besteigungen ohne Flaschensauerstoff anbieten.

Albi Klosters auf Facebook

Auf den Strassen Weltweit sterben angeblich mehr Menschen als im zweiten Weltkrieg und niemand, wirklich niemand, will das Autofahren verbieten. Wer Berge besteigt weiss vom Risiko und jeder soll selber entscheiden ob er das auf sich nehmen will. Nur nicht immer alles bestimmen und gesetzlich reglementieren wollen.

Stephan Blasy auf Facebook

11 Tote...wie viel haben denn die Besteigung überlebt? Ist dann der Prozentsatz höher als bei einem Berg in den Alpen?
Ich kann mir nicht vorstellen was sich dort ändern soll dafür leben viel zu viele Menschen bin diesem Berg.