In den vergangen Tagen haben sich eine Reihe schwerer Alpinunfälle ereignet.

Tödlicher Absturz im Gadertal

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Bei St. Vigil in Enneberg hat sich am Sonntag ein schwerer Kletterunfall ereignet. Dabei verlor ein 36-jähriger Südtiroler sein Leben. Der erfahrene Alpinist war zusammen mit seinem 27-jährigen Seilpartner am Sas dai Tamersc klettern. Nachdem die beiden Männer den Gipfel des 2145 Meter hohen Berges erreicht hatten, begannen sie gegen 14:00 Uhr mit dem Abseilen.

Aus bisher noch nicht geklärter Ursache stürzte der ältere der beiden rund 300 Meter bis zum Wandfuß ab. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Sein jüngerer Kletterpartner erlitt einen Schock und konnte den Abstieg nicht mehr selbständig fortsetzen. Er wurde in einer schwierigen Rettungsaktion aus der Wand geflogen. 

Ketterunfall in der Sächsischen Schweiz

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Am Samstag stürzte ein 33-jähriger Dresdner beim Klettern am Hirschgrundstein bei Lohmen rund 25 in die Tiefe. Der Kletterer erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Dresdner nicht richtig gesicherrt gewesen sein.

Unfall am Brüggler

Ebenfalls am Samstag kam es am Brüggler (auch Brückler) in den Glarner Alpen zu einem schweren Kletterunfall. Hier stürzte ein 39-jähriger Schweizer, der sich gerade im Vorstieg befand, aus bisher noch nicht geklärter Ursache rund 30 Meter ins Sicherunsseil. Dabei zog sich der Kletterer lebensgefährliche Verletzungen zu, denen er einen Tag später im Universitätsklinikum Zürich erlag.

Wanderin abgestürzt

Eine Wanderin aus Frankreich war in unwegsamen Gelände in dern Nähe des Obersees in den Glarner Alpen abgestürzt. Die 47-Jährige war am Freitag mit zwei Begleitern zu einer Tour Richtung Rautispitz aufgebrochen. Während ihre beiden Begleiter den Aufstieg fortsetzten, entschloss sich die Französin auf Höhe der Grapplialp zur Umkehr. An einem Felsband nahe des Obersees verlor die Wanderin den Halt und stürzte mehrere Meter in die Tiefe. Dabei zog sich die 47-Jährige schwerste Verletzungen zu.

Deutscher stürzt 150 Meter in die Tiefe

Bei einer Skitour auf die Schlierewand (2217 m) in den Lechtaler Alpen hat sich am Freitag ein schwerer Alpinunfall gekommen. Dabei verlor ein 76-jähriger Tourengänger aus Deutschland kurz unterhalb des Gipfel bei einer Spitzkehre den Halt und rutsche rund 150 über felsdurchsetztes Gelände in die Tiefe. Dabei zog sich der Tourengänger erhebliche Kopfverletzungen zu. Sein 60-jähriger Begleiter konnte die Bergrettung informieren.

Unfall an der Arnspitze

Glück im Unglück hatte eine Mann aus Hessen, der am Freitag die Große Arnspitze (2196 m) besteigen wollte. Bei dem Versuch, ein steiles Schneefeld zu überqueren, geriet der 52-Jährige ins Rutschen. In der Folge schlitterte der Alleingänger eine Rinne hinab, ehe er bei einem Felsabbruch fünf Meter in die Tiefe stürzte und schließlich in einem Latschenfeld liegen blieb. 

Der Hesse zog sich bei dem Absturz mehrere Schürf- und Prellwunden am ganzen Körper zu, außerdem brach er sich den kleinen Finger. Der Verunglückte war aber in der Lage, die Bergrettung zu informieren. "Dass ein Unfall mit dieser Länge so ausgeht, ist fast schon ein Wunder", ist sich Heinz Pfeffer, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Mittenwald, sicher. 

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