Expeditionsveranstalter Furtenbach Adventures geht beim Höhenbergsteigen neue Wege.

In nur 21 Tagen von zu Hause auf den Gipfel des höchsten Berges der Welt? Für Lukas Furtenbach ist dies keine Zukunftsmusik, sondern Geschäftsmodell. Der Expeditionsveranstalter aus Innsbruck bietet seit kurzem sogenannte Flash Expeditionen an. 

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Die sind, im Falle des Everest, mit rund 95.000 € zwar doppelt so teuer wie herkömmliche Angebote, nehmen dafür aber auch nur rund die Hälfte der Zeit in Anspruch.

Lukas Furtenbach: Je nach Standpunkt "Entfant terrible" oder "Zauberlehrling" des Höhenbergsteigens.

"Nicht das Geld, die Zeit ist heute der limitierende Faktor", ist der Bergsport-Unternehmer überzeugt und hält seinen (zahlreichen) Kritikern entgegen, dass es an der Zeit sei, "dass sich das kommerzielle Höhenbergsteigen nach fast 30 Jahren Stillstand weiterentwickeln darf."

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High Tech am Berg ist für den 41-jährigen Österreicher kein No-Go, sondern Grundvoraussetzung für den Erfolg seiner Expeditions-Idee. Wer eine Flash-Expedition bei Furtenbach Adventures bucht, akklimatisiert sich beispielsweise bequem zu Hause im Hypoxiezelt statt vor Ort im Basislager. 

In diesem Jahr geht der Innsbrucker noch einen Schritt weiter. In Kooperation mit dem US-Unternehmen WiCis komme erstmals Wearable Technology am Everest zum Einsatz, wie es in einer Pressemitteilung heißt. 

Diese sorge dafür, dass kontinuierlich "Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung im Blut, Hauttemperatur, Standort, Höhe und Geschwindigkeit" des Bergsteigers gemessen und "in Echtzeit per Satellit" übermittelt werden.

Expeditionsarzt Leo Montejo, der den Verlauf der Expedition vom Nordsattel aus verfolgen wird, hat so die Möglichkeit, jederzeit auf die Vitaldaten und Standort-Informationen zuzugreifen und diese zu analysieren. 

So soll ermöglicht werden, dass lebensbedrohende gesundheitliche Komplikationen wie Unterkühlung, Ödeme oder Herzstillstand bereits im Frühstadium erkannt werden. Man sei so in der Lage, "rechtzeitig Gegenmaßnahmen" zu ergreifen, heißt es in der Mitteilung.

Käme es dennoch zu einem unvorhersehbaren Zwischenfall, würden sämtliche Daten an die Rettungsteams weitergegeben werden. So könne "eine schnelle und gezielte medizinische Versorgung gewährleistet werden."

Wer die Everest Flash Expedition 2019 live mitverfolgen möchte, hat unter anderem auf Facebook die Möglichkeit dazu.

Ein Porträt über Lukas Furtenbach findet Ihr in ALPIN 05/2019.

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1 Kommentar

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Christian Sander

Warum nicht gleich konsequent durchdenken:
Sauerstoff- Kabinenbahn auf den Everest, damit auch der adipöse Nichtbergsteiger mal übes Tibetanische Hochland sehen kann.
Besser noch eine Zahnradbahn wie zum Jungfraujoch, da ist man vom Wetter weniger abhängig.
Klappt dann von Abflug Frankfurt bis Gipfel Everest und zurück in 8 Tagen. Geschickt ein paar Brückentag im Kalender nutzen, das Bierchen und die Chips an die Seite legen, und ab geht es. Die Chinesen bekommen das hin, bevor es am Berliner Flughafen auch nur einen offiziellen Flugstart gibt.