Hier sind unsere TV-Tipps für Bergfreunde vom 15. bis 21. April. Einschalten lohnt sich!

Montag, 15. April

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Abenteuer Höhlenforschung: Abstieg ins Hölloch

Drei Extremforscher durchqueren eine der schwierigsten Höhlen der Alpen: das Hölloch im Allgäu. Die Herausforderung: Sie müssen sehr gut klettern können, durch lange und verwinkelte Röhren tauchen und sich durch engste Spalten quetschen. Bepackt mit Seilen, Sauerstoffflaschen und Proviant begeben sie sich drei Tage und Nächte in die unbekannte Finsternis. Michael Schafroth geht voran. Er ist der Erfahrenste der drei Höhlenforscher. Seine beiden Söhne Niki und Moritz wissen beim Einstieg in die Hölloch-Höhle im Allgäu noch nicht, was sie erwartet: Sie durchqueren erstmals an einem Stück die zweitgrößte Höhle Deutschlands. Es wird eng, nass und kalt in den drei Tagen. Abgeschnitten von jeglicher Kommunikation, werden sie durch Seen tauchen, sich von Klippen abseilen und in völliger Finsternis ihr Nachtlager aufschlagen. arte, 19.40 Uhr

Bayern erleben: Die Zugspitze - Eine Reise auf den höchsten Berg Deutschlands

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Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste deutsche Gipfel. Für viele ist sie der Inbegriff der Übererschließung, des Massentourismus und von Naturzerstörung, doch sie hat auch eine andere, unbekannte Seite. Abseits der Touristenscharen finden sich einsame und noch fast unberührte Winkel und Täler. In ihnen verbergen sich vielfältige Lebensräume mit zahlreichen Naturschätzen. So findet sich auch an den Flanken des Berges das eine oder andere Highlight wie zum Beispiel die spektakuläre Partnachklamm oder der wildromantische Eibsee. Letzterer wird von vielen wegen seines türkisblauen Wassers und seiner malerischen Buchten die "Bayerische Südsee" genannt.

Der Filmautor zeigt eine faszinierende Reise vom Tal zum Gipfel, von der Fülle des Lebens bis in unwirtliche Gipfelregionen. Er folgt einem Wildbach hoch und zeigt, wie sich die Vegetation und das Landschaftsbild samt seiner Bewohner verändern. Mit drei Jahren Drehzeit ist es der wohl aufwendigste Film, der je über Deutschlands höchsten Berg gedreht wurde. Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr

Mittwoch, 17. April

Geheimnis Gletscher: Krieg im Eis

Geschütze in fast 4.000 Metern Höhe, riesige Unterstände unter meterdickem Eis, lange Tunnelsysteme, die in den Fels getrieben wurden: Die Berge der Alpen waren Schauplatz der kältesten Front des Ersten Weltkriegs. Einheiten aus Österreich und Italien lieferten sich auf Gletschern und Gipfeln eine erbarmungslose Abnutzungsschlacht, der rund 150.000 Soldaten zum Opfer fielen. Viele Überreste dieses Krieges wurden vom Eis der Gletscher eingeschlossen. Jetzt, mehr als 100 Jahre später, geben die Eisgiganten die Relikte der Vergangenheit wieder frei.

Die 3851 Meter hohe Königsspitze in Österreich

| © Picture Alliance

Auf der Königsspitze in 3.851 Metern Höhe tritt bei warmer Witterung und schmelzendem Eis ein beeindruckendes Dokument mitteleuropäischer Geschichte hervor: ein früherer österreichischer Beobachtungsposten. Es wirkt, als hätten ihn die Soldaten erst vor wenigen Stunden verlassen, so gut erhalten ist er. Gletscherarchäologen versuchen nun, dieses einmalige Zeugnis des Ersten Weltkriegs zu bergen. Sie wollen rekonstruieren, unter welchen Bedingungen die Soldaten leben und kämpfen mussten. Auch Objekte aus dem Zweiten Weltkrieg geben die Gletscher aufgrund des Klimawandels frei. Bereits vor 15 Jahren entdeckten Wanderer auf einer Gletscherzunge die Reste eines deutschen JU-52-Flugzeugs, das eine geheimnisvolle Fracht transportierte. Neue Funde sollen jetzt helfen, das Rätsel des Fliegers zu lösen. Bayerisches Fernsehen, 22.00 Uhr

Freitag, 19. April

Die Alpen - Unsere Berge von oben

"Die Alpen - Unsere Berge von oben" ist eine Reise über das Dach Europas: Der Blick aus der Vogelsicht eröffnet ganz neue Perspektiven der majestätischen und vielfältigen Welt der Alpen: Serpentinen werden zu abstrakten Gemälden, Bilder von Felsformationen erinnern an Mondlandschaften, und Bergdörfer sehen aus wie Puppenhäuser. Die meisten kennen die Alpen als Urlaubsziel für Sport und Erholung.

Die Alpen von oben.

| © Picture Aliance

Doch das bedeutendste Gebirge Europas ist viel mehr: eine unberechenbare Naturgewalt, gegen die sich der Mensch immer wieder neu behaupten muss - und dabei oft genug unterliegt. Ein geschichtsträchtiges Territorium, Heimat des Urzeit-Ötzis, Bühne für prächtige Schlösser sowie Achse alter Handelsrouten. Und nicht zuletzt eine Landschaft, die mit erhabenen Gipfeln, ökologisch intakten Almen sowie kristallklaren Seen verzaubert. SWR Fernsehen, 11.15 Uhr

Planet Wissen: Lust am Extremen - warum Sportler ihr Leben riskieren

Thomas Bubendorfer in Aktion.

Warum klettern Menschen auf die höchsten Berge? Und womöglich noch allein und ohne Seil? Warum stürzen sie sich von Felsen, um dann erst im letzten Moment den Fallschirm zu ziehen? Warum balancieren Menschen in extremer Höhe über ein dünnes Seil und riskieren ihr Leben? Sind das alles Adrenalinjunkies? Brauchen sie die tödliche Gefahr? Woher kommt es überhaupt, dass die einen unter uns das Risiko suchen und andere jedes Risiko scheuen?

Auf der Suche nach Antworten begrüßen Birgit Klaus und Dennis Wilms als Gäste den österreichischen Extremkletterer Thomas Bubendorfer, der schon als Jugendlicher die schwierigsten Alpenwände bezwungen hat, den deutschen Wagnisforscher Professor Siegbert Warwitz, der sagt, eine Gesellschaft braucht Risiko bereite Menschen und die Schweizer Alpinsport-Journalistin Natascha Knecht, die viele Extrem-Bergsteiger kennt und selbst Eisklettererin ist. ARD-alpha, 18.15 Uhr

Samstag, 20. April

natur exclusiv: Dolomiten - Im Garten der Helden

Die Dolomiten sind die bekannteste Region der Südalpen und ein Naturparadies - eine Landschaft wie geschaffen für Mythen und Helden, auch für Helden aus der Tierwelt. Kurt Mayer und Judith Doppler haben die Dolomiten mehr als ein Jahr lang bereist und zeigen in ihrer Dokumentation eine Wildnis im Aufbruch. Erstmals seit hundert Jahren durchqueren wieder Großraubtiere die Dolomiten wie der Wolf. Mit hartnäckigen Mythen wird aufgeräumt: Der Wolf ist keine reißende Bestie, der Luchs kein Räuber außer Rand und Band, und der Fuchs entpuppt sich hier als teilweise sogar vegetarischer Gourmet. Bayerisches Fernsehen, 16.15 Uhr

bergheimat: Reinhold Messner

Der Film von Peter Solfrank beleuchtet dieses spannungsgeladene Verhältnis, er berichtet von den spannendsten Abenteuern, und er beleuchtet den Lebensweg Reinhold Messners aus der Perspektive nahestehender Wegbegleiter. Er erzählt von einem "Horizontsüchtigen", der zugleich immer seiner "bergheimat" ganz eng verbunden geblieben ist. Eine Bergsendung, die Prominente beim Bergsteigen und Wandern in den bayerischen Alpen begleitet. Die Sendung zeichnet sowohl außergewöhnliche Porträts der jeweiligen Personen als auch eindrucksvolle Bilder der Bergwelt, in der sie sich bewegen. ARD-alpha, 18.30 Uhr

alpha-retro: 1969 - Hundert Jahre Deutscher Alpenverein

"Die Kenntnis von den Alpen zu verbreiten und zu erweitern, die Liebe zu ihnen zu fördern und ihre Bereisung zu erleichtern", so stand es in den Statuten des ersten Alpenvereins, gegründet in Österreich 1862. 1869 wurde in München der Deutsche Alpenverein gegründet. Zum 100-jährigen Jubiläum drehte die "Münchner Abendschau" diese Dokumentation, die alle Facetten des Alpinismus - Ausrüstung inklusive. Das Schwarzweißporträt steht auch den Bergen mit ihren Schneegipfeln ganz ausgezeichnet zu Gesicht und unterstreicht ihre Erhabenheit. ARD-alpha, 20.15 Uhr

alpha-retro: 1963 - Zwei Wege ... Ein Gipfel!

© Picture Alliance

Männer und Frauen getrennt: Auf zwei verschiedenen Wegen gelangt man ans Ziel, den Gipfel der Rotwand im Rosengartengebiet in den Dolomiten. Der legendäre Bergsteiger und -führer Luis Trenker führt in dieser Reportage von 1963 zwei Kletterer, Günther Johne und Winfried Ender, in die Finessen der Klettertechnik ein und schickt sie die Steilwand hinauf, während die Dame, Trenkers Nichte Helga Franzelin mit Trenkers Begleitung von Bozen auf der leichteren Südseite aufsteigt. Wer ist als erster da? ARD-alpha, 20.35 Uhr

alpha-retro: 1963 - Der weiße Weg

Auf der Hohen Route von Chamonix nach Saas Fee La haute route, der weiße Weg: Eine Skiwanderung auf der Hohen Route in den Walliser Alpen von Chamonix nach Saas Fee. Mitten im Sommer 1963 hat der Autor die Tourenski gepackt und sich auf den Weg gemacht: Von Chamonix aus geht es zwei Stunden mit den Skiern auf der Schulter zu Fuß nach oben, dann fängt das Tourengehen im Gletscher an, um nach einigen Tagen und vielen Aufstiegen und Abfahren in Saas Fee anzukommen. ARD-alpha, 21.00 Uhr

alpha-retro: Großglockner 1975

Erst im Jahr 1800 wagte sich die erste Bergsteiger-Expedition auf den als unbezwingbar geltenden Großglockner, den höchsten Berg Österreichs. 1975, im Jahr der Entstehung dieser Dokumentation, ist der Großglockner ein beliebtes Reiseziel für Städter, die dort die Natur, die Luft und die Ruhe genießen. Die Atmosphäre ist entspannt und heiter - und so ist der Film angereichert mit Geschichten, erzählt von Touristen sowie Bergführern und Hüttenwirten, die ihren Beruf ganz offensichtlich lieben. ARD-alpha, 21.30 Uhr

Sonntag, 21. April

Südtirol - Zwischen Brenner und Bozen

Er ist das Tor zum Süden: der Brenner. Hinter dem Alpenpass beginnt der Traum von Italien. Der Film von Susanne Gebhardt stellt Menschen in der nördlichsten Provinz des Landes vor. Das Tal zwischen Brenner und Bozen ist seit jeher Durchgangsland, flankiert von zahlreichen Burgen. Es besticht mit Kleinstädten voller Flair wie der Domstadt Brixen. Hoch über dem Tal steht das Schutzhaus "Latzfonser Kreuz", der höchstgelegene Wallfahrtsort Südtirols.

Die Dokumentation begleitet die Wirtsfamilie eine Saison lang bei der Arbeit. Tochter Tamara ist Bergsteigerin und plant eine Expedition auf den K2, den zweithöchsten Berg der Welt. Außerdem zeigt der Film den Neubau einer Schutzhütte, deren moderne Architektur für Aufsehen sorgt. Er führt zur Baustelle des Brennerbasistunnels, besucht eine Frau, die ihr Leben einer mächtigen Burg widmet, stellt einen innovativen Tischler vor, der Handtaschen aus Holz produziert, und schaut dem Leibarzt der Gletschermumie Ötzi über die Schulter. 3sat, 13.40 Uhr

Unsere wilde Schweiz (1/4): Das Oberengadin

Die Landschaft um die Engadiner Seenplatte bietet Superlative: die höchste Schifffahrtslinie Europas, die größte Steinbock-Population der Schweiz, die ältesten Zirbelkiefern Graubündens. Auf dem Weg dorthin geht es 200 schroffe Höhenmeter den Malojapass nach oben – nur abwärts geht es vorerst nicht. Stattdessen gibt es ein Hochplateau mit vier eindrucksvollen Seen inmitten einer bombastischen Bergwelt mit steil aufragenden Gipfeln. 3sat, 14.25 Uhr

Unsere wilde Schweiz (2/4): Der Vanil Noir

Nahe der Heimat des berühmten Gruyère-Käses thront das Juwel der Voralpen: der Vanil Noir. Er zählt nicht zu den höchsten Berge der Schweiz, besticht aber durch die wilde Schönheit. Mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Flora und der reichhaltigen Fauna formt der 2.389 Meter hohe Gipfel an der Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Waadt das Herz eines Naturschutzgebietes - ein Geheimtipp für Wanderer und Naturliebhaber. 3sat, 15.15 Uhr

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