Im Jahr 2003 konnte Lhakpa Gelu Sherpa einen Besteigungsrekord am höchsten Berg der Erde aufstellen. Doch einem anderen Sherpa wurde der Titel für die Bestzeit zugesprochen - zu Unrecht.

16 lange Jahre hat Lhakpa Gelu Sherpa um die Anerkennung "seines" Rekordes gekämpft, auch mit juristischen Mitteln, nun hat der heute 52-Jährige endlich Gewissheit: 

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Lhakpa Gelu Sherpa: "Mein Ansehen stand auf dem Spiel."  

| © Picture Alliance / DPA

Mit einer Zeit von 10 Stunden und 56 Minuten war Gelu im Mai 2003 die bis heute schnellste Begehung des Mount Everest vom Basislager bis zum Gipfel von der nepalesischen Seite aus gelungen.

Nachdem dies erst 2017 vom obersten Gericht in Kathmandu bestätigt worden war, zog nun auch das Guinness Buch der Rekorde nach und führt Lhakpa Gelu Sherpa offiziell als Rekordhalter. 

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"Endlich herrscht Gerechtigkeit", sagte der schon längere Zeit in den USA lebende Bergführer gegenüber der Deutschen Presseagentur. 

Fotogalerie: Erfolge und Tragödien am Everest.

Denn über ein Jahrzehnt war ein anderer Sherpa als "Schnellster am Berg" gefeiert worden: Pemba Dorje Sherpa hatte 2004 zu Protokoll gegeben, die Route in etwas über acht Stunden bewältigt zu haben.

Obwohl er damals keinerlei Beweise für seine Behauptung vorlegen konnte, und viele professionelle Höhenbergsteiger die angebliche Fabelzeit stark anzweifelten, wurde Pemba Dorje der Rekordtitel zugesprochen - nicht nur von Regierungsseite, sondern auch vom Guinness Buch der Rekorde. 

Fotogalerie: Zahlen und Fakten zum Everest.

Eine peinliche Geschichte, die auch Ang Tshering Sherpa, der ehemalige Präsident des nepalesisches Bergsteigerverbandes, heute noch bedauert. "Von Bergsteigern erwartet man, dass sie ehrlich sind. Bergsteiger sollten nicht lügen."

Und Lhakpa Gelu, der in seiner Wahlheimat inzwischen ein Restaurant betreibt, sieht sich nach 16 langen Jahren gewissermaßen rehabilitiert. 

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