Schweizer Wissenschaftler sehen Gletscherschwund kaum noch aufzuhalten.

Wie steht es um die Zukunft der über 4.000 Gletscher im Alpenraum, falls es gelingen sollte, das auf der Pariser Klimakonferenz von 2015 beschlossene Ziel einer 1,5 Grad-Grenze einzuhalten? 

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Und was passiert, wenn dieses Vorhaben scheitern sollte und die globale Erderwärmung weiter fortschreitet? Mit diesen beiden Fragestellungen haben sich Forscher der renommierten Eidgenössischen Technischen Universität in Zürich (ETH) auseinandergesetzt.

Trauriger Rest: Sommerlicher "Skizirkus" am Kitzsteinhorn Gletscher.

| © Imago /Eibner Europa

In ihrer jüngst im Fachmagazin "Nature" veröffentlichten Studie kommen die Wissenschaftler zu einem erschreckenden Ergebnis. Selbst wenn es gelingen sollte, die Obergrenze einzuhalten, seien rund zwei Drittel der Alpengletscher nicht mehr zu retten und werden vermutlich bis 2100 komplett verschwunden sein, so die Prognose.

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Noch ernüchternder fallen die Annahmen der Forscher für das zweite Szenario aus: Steigen die Temperaturen auf unserem Planeten über das 1,5-Grad-Ziel hinaus, würden von den einstmals mächtigen Fernern und Keesen im Alpenraum bestenfalls nur noch ein paar wenige weiße Flecken übrig bleiben. 

Die Wissenschaftler weisen in ihrer Studie auch darauf hin, dass der Gletscherrückgang ein weltweites Phänom darstellt. Seit 1961 hätten schmelzende Gletscher mehr als 9.000 Milliarden Tonnen an Eis verloren - und dadurch den Meeresspiegel um rund 27 Millimeter ansteigen lassen.

"Weltweit verlieren wir derzeit rund drei Mal das verbleibende Gletschervolumen der europäischen Alpen. Und das jedes Jahr!", so Michael Zemp von der Technischen Universität Zürich.

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