Der Klimawandel zeigt sich in den Berchtesgadener Alpen. Die Eiskapelle an der Watzmann Ostwand hat fast dreiviertel der Eisfläche von den 50er-Jahren verloren.

Die Eiskapelle unterhalb der Watzmann-Ostwand schrumpft nach und nach. Zu diesem Ergebnis kommt auch der Höhlenforscher Andreas Wolf. Hauptursache für den stetigen Rückgang seien die zunehmend heißen Sommer, so der Wissenschaftler bei einem Vortrag in Nationalparkzentrum "Haus der Berge" in Berchtesgaden.

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Im Laufe der vergangenen 60 Jahre hat das tiefst-gelegene permanente Eisfeld im deutschen Alpenraum kontinuierlich an Masse verloren. In den 50er-Jahren betrug die Fläche des "Gletschers" noch 50.000 Quadratmeter. Inzwischen sind es nur noch 12.000 Quadratmeter, so Höhlenforscher Wolf. 

Jährlich schrumpft die Eisfläche: Hier die Eiskapelle 2014.

Jährlich schrumpft die Eisfläche: Hier die Eiskapelle 2014.

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Über Frage, ob die Eiskapelle in naher Zukunft Geschichte sein wird, gehen die Meinungen auseinander. "Trotz des Klimawandels ist zu erwarten, dass die Eiskapelle dauerhaft bestehen bleibt, da es in jedem Winter durch Lawinen erneut genährt wird", heißt es dazu etwa auf der Seite der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH; manche Experten sehen das weniger optimistisch.

Da die Gefahr durch herabstürzende Eisklumpen in den vergangenen Jahren gestiegen ist, besteht seit einiger Zeit ein Betretungsverbot des berühmten Firneisfeldes in der Nähe des Königssees. 

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