Der metergroße Riss nahe des Gipfelkreuzes wächst bedrohlich weiter.

Ist der Hochvogel, einer der prominentesten Gipfel in den Allgäuer Alpen, bald Geschichte? Seit einigen Jahren schon rechnen Experten mit einem gewaltigen Felssturz an dem 2592 Meter hohen Berg. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der bald bevorstehen, denn der Riss am Gipfel, momentan gut 40 Meter lang, acht Meter tief und drei Meter breit, wächst rasant weiter.

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AlpSenseBench 3D Visualisierung des Gipfelaufbaus des Hochvogels from 3D RealityMaps on Vimeo.

Video: Virtueller Rundflug um den Hochvogel.

Kommt es zum "worst case scenario", könnten Berechnungen zufolge dann bis zu 260.000 Kubikmeter Fels ins Tal rauschen. Für die Bevölkerung bestehe, so die Einschätzung der Behörden, allerdings keine Gefahr. Die einzig bewirtschaftete Schutzhütte in Nähe des Hochvogels, das Prinz-Luitpold-Haus, liegt - im wahrsten Sinne des Wortes - zu weit weg "vom Schuss".

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Video: So "überwachen" die Forscher Technischen Univeristät München den Hochvogel.

Auch was die möglichen Auswirkungen auf österreichischer Seite anbelangt, bleiben die Experten gelassen: "Wenn es den großen Felssturz gibt, dann wird es bei der [zwei Kilometer weit entfernten] Gemeinde Hinterhornbach je nach Wind eine Staubwolke geben, aber das Gebiet ist definitiv nicht gefährdet", so Thomas Figl von der Tiroler Landesgeologie. 

Wie stark der Berg "auseinanderbrechen" wird und wann dies genau der Fall ist, lässt sich von den Wissenschaftlern - trotz Einsatz modernster Technik - nicht genau vorhersagen. Fest steht nur eines: Der Hochvogel bleibt in Bewegung!

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