Die Unfallzahlen für den Sommer 2018 in Österreich: Weniger Alpintote als im Vorjahr und im Mittel von 10 Jahren in Österreichs Bergen. Etwa die Hälfte aller Unfälle gab es beim Bergwandern, meist durch Sturz, Stolpern und Ausgleiten, gefolgt von Herz-Kreislaufversagen.

Im betrachteten Zeitraum vom 01.05. bis 23.09.2018, verunfallten in Österreichs Bergen 116 Personen tödlich. Der langjährige Durchschnitt liegt für den Betrachtungszeitraum bei 136 Alpintoten.

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Die Gesamtzahl der Verunfallten (Tote und Verletzte) hat im Vergleich zum Vorjahr minimal abgenommen (-1%).

60 % der Unfälle ereigneten sich in der Ferienzeit im Juli und August. Die Kalenderwochen 31 und 36 (30.7. bis 5.8.2018 und 3. bis 9.9.2018) waren mit je 12 Toten die unfallträchtigsten Wochen mit tödlichem Ausgang.

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Knapp die Hälfte (49%) aller Verunfallten (Tote und Verletzte) kamen bei der Bergsportdisziplin Wandern zu Schaden. 59% der Alpintoten starben im betrachteten Zeitraum beim Bergwandern (67 Personen). Hauptunfallursache sind Sturz, Stolpern und Ausgleiten, gefolgt von Herz-Kreislaufversagen.

5 Personen starben beim Klettern und 5 auf Klettersteigen. Ebenfalls je 5 Personen kamen im betrachteten Zeitraum auf einer Hochtour und beim Mountainbiken ums Leben. 

Alpine Notrufe werden nicht nur bei Unfällen abgesetzt, sondern auch von unverletzten Personen, die sich in einer misslichen Lage befinden bzw. blockiert sind. Darunter fallen Personen, die mit den Begebenheiten einer Tour und den Verhältnissen überfordert sind oder sich selbst überschätzen. Der Anteil der Unverletzten hat in den letzten 10 Jahren signifikant zugenommen. Im Jahr 2018 waren dies ca. 30% aller Notrufe.

Die Auswertungen basieren auf den erhobenen Daten der Alpinpolizei. Von der Alpinpolizei werden sämtliche gemeldeten Unfälle im alpinen Gelände unabhängig vom Verletzungsgrad erhoben. Die vorliegenden Auswertungen spiegeln die Unfallzahlen zum Abfragezeitpunkt (24.09.18) wider und geben keine Garantie auf Vollständigkeit.

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