Steindl und Cazzanelli als Serientäter am Horu.

Andy Steindl ist derzeit in Top-Form. Wenige Tage nachdem ihm ein neuer Speed-Rekord am Matterhorn gelang, macht der Walliser Bergführer mit der nächsten Bestmarke auf sich aufmerksam.

- Anzeige -

Gemeinsam mit dem italienischen Bergführer Francois Cazzanelli bestieg er das Matterhorn über alle vier Grate innerhalb eines Tages. 

Machten's vier Mal: Andy Steindl (li.) und Francois Cazzanelli.

| © facebook.com/SteindlAndy

Gestartet war die Seilschaft in der Nacht um 02:20 Uhr in der Hörnlihütte. Zunächst stiegen sie auf der klassischen Hörnli-Route auf und ab.

- Anzeige -

Auch wenn diese Route über den einfachsten und meistbegangenen Matterhorn-Grat führt, handelt es sich um eine sehr ernstzunehmende Tour, die viele nicht allzu versierte Matterhorn-Aspiranten vor große Probleme stellt. 

Steindl und Cazzanelli kamen bereits nach zweieinhalb Stunden wieder an der Hörnlihütte an!

Eine Reportage zur Besteigung des Matterhorns über den Hörnligrat findet Ihr hier.

Hier eine Fotogalerie "Über den Hörnligrat auf das Matterhorn".

Als nächstes stiegen die beiden dem Horu über den schwierigen Furrgengrat (Kletterstellen bis UIAA V+) aufs 4478 Meter hohe Dach und über den Normalweg wieder hinab zur Hörnlihütte. Vier Stunden brauchten die beiden Bergführer für diesen hurtigen up and down.

Eure Meinung zum Thema "Speed am Berg"? Macht mit bei unserer Umfrage!

Der dritte Aufstieg von dort führte über den Zmuttgrad (Kletterstellen bis UIAA IV) zum Gipfel und den italienischen Liongrat (UIAA-Grad III+) hinab und - der vierte Aufstieg - denselben Grat wieder hinauf, woraufhin es final über den Hörnligrat wieder hinab zur Hörnlihütte ging, wo sie um exakt 18:24 Uhr eintrafen.

Insgesamt benötigen Steindl und Cazzanelli für ihre Gewalttour mit 4.800 Höhenmetern 16 Stunden und vier Minuten.

Die Idee, das Matterhorn vier Mal an einem Tag über alle vier Grate zu besteigen, ist nicht neu.

Hans Kammerlander und Diego Wellig konnten das Projekt bereits 1992 realisieren. Das Duo benötigte damals 23 Stunden und 26 Minuten

- Anzeige -

1 Kommentar

Kommentar schreiben
OlliS.

Prima Leistung, keine Frage. Aber: was bringt`s eigentlich ? Sollten all diese Wahnsinns Sportler und Alpinisten ihre unvorstellbare Energie nicht besser für andere Dinge einsetzen, z.B. als Vorbilder für einen neuen Umgang mit den Bergen insgesamt? Eine Entwicklung die eine Bergwelt eigentlich zum Sportgerät reduziert steht diesem entgegen. Wünschenswert wäre es die Schönheit der Berge wieder stärker zu fokussieren und weg vom Speed.
olli Schneider