Mit dem Almabtrieb oder "Viehscheid", wie er im Allgäu genannt wird, endet der Bergsommer. Nach mehreren Monaten auf den Bergweiden kehren die Jungtiere im September wieder ins Tal zurück.

Ist der Sommer auf der Alm für Mensch und Tier ohne größere Zwischenfälle verlaufen, wird das kunstvoll geschmückte Vieh von den Hirten ins Tal getrieben.

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Eine "Kranzkuh" wird auf ihren großen Auftritt beim Viehscheid im Vilstal vorbereitet.

| © Picture Alliance

Eine Ausnahme bildet der Allgäuer Viehscheid, denn hier darf traditionell nur die sogenannte "Kranzkuh" einen Kopfschmuck tragen. Sie führt die Herde mit einem Kranz aus Alpenblumen, Zweigen, Bändern, einem Kreuz sowie einem Spiegel an. Die anderen Kühe folgen ihr mit großen Glocken. 

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Während das Kreuz für den göttlichen Beistand steht, sollen mit Spiegel und Glocken die bösen Dämonen auf den Rückweg ins Winterquartier vertrieben werden, so die Überlieferung.

In den vergangenen Jahren haben sich die zahlreichen Almabtriebe zu wahren Publikumsmagneten entwickelt; ihrer Faszination tut dies jedoch kaum einen Abbruch. 

Wo genau Ihr bis Ende September noch einen Almabtrieb oder Viehscheid miterleben könnt, erfahrt Ihr unter: www.almabtriebe.de/almabtrieb-termine-2018

Erlebt den Viehscheid in Bad Hindelang aus der "Kuh-Perspektive"!

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