Der 8000er-Bergsteiger wurde 40, blickt zurück und voraus. Happy Birthday David!

David Göttler ist einer der besten Höhenbergsteiger Deutschlands. Der Expeditions- und Kletter-Partner von Alpinistinnen und Alpinisten wie Gerlinde Kaltenbrunner, Ueli Steck, Simone Moro und Hervé Barmasse stand in seiner Karriere bereits auf fünf 8.000ern (Gasherbrum II, Broad Peak, Dhaulagiri, Lhotse und Makalu).

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In diesen Tagen feierte der gebürtige Starnberger seinen 40. Geburtstag. Stefan Nestler hat den derzeit in Chamonix und Nordspanien lebenden Alpinisten interviewt.

40 Jahre, David, das ist schon eine Marke. Viele blicken dann auf ihr Leben zurück oder schmieden Pläne für die Zukunft. Du auch?

Für mich war es eigentlich ein ganz normaler Geburtstag. Allerdings grübelt man schon ein bisschen darüber nach, dass jetzt vielleicht die Mitte des Lebens erreicht ist. Ich habe nicht das Gefühl, etwas verpasst oder falsch gemacht zu haben. Aber ich freue mich auch auf die nächsten 40 Jahre. Mein Vater wird im nächsten Winter 79 Jahre alt und ist noch jeden Tag in den Bergen unterwegs, mit dem Gleitschirm oder Snowboard oder beim Klettern. Wenn ich von diesen Genen nur ein bisschen geerbt habe, dann habe ich noch weitere 40 gute Jahre vor mir. Gerade im Höhenbergsteigen kann ich jetzt noch in den nächsten Jahren gute Sachen machen. Und darauf freue ich mich total.

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Hast du vielleicht gestern auch an Ueli Steck gedacht, mit dem zusammen du im Frühjahr 2016 an der Shishapangma-Südwand warst. Er ist im vergangenen Jahr am Nuptse tödlich abgestürzt – mit vierzig Jahren. Machst du dir Sorgen, du könntest auch selbst einmal die Schraube überdrehen?

Ich versuche eigentlich immer, sehr bewusst mit dem Risiko umzugehen – wie Ueli es übrigens auch getan hat. Ich habe gestern im Laufe des Tages schon mal an ihn gedacht, aber eher mit Blick auf meine Zukunft: Es wäre so schön gewesen, mit ihm neue Ziele planen zu können.

Welche Ziele hast du dir denn gesteckt?

Ich habe mir erst mal vorgenommen, im Flachland einen Marathon in einer vernünftigen Zeit zu laufen. Das werde ich wahrscheinlich Anfang Dezember angehen. Auf längere Sicht, für die nächsten etwa fünf Jahre, habe ich ein paar Achttausender, die mich besonders interessieren. Auch der Gasherbrum IV, an dem Hervé und ich in diesem Sommer waren, ist noch auf der Liste.

Wie es David am Gasherbum IV ergangen ist, welche 8000er er noch auf der Liste hat und weitere spannende Fragen und Antworten findet Ihr auf Stefan Nestlers Blog blogs.dw.com/abenteuersport.

David Göttler in Aktion seht Ihr in unserer Galerie zur letztlich gescheiterten Nanga-Parbat-Winterexpedition mit Simone Moro.

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