Die Ortschaft südlich des Tegernsees ist - neben Ramsau, Sachrang und Schleching - das vierte "Bergsteigerdorf" im bayerischen Alpenraum.

Nun ist es amtlich: Der Hauptort Kreuth mit seinen Ortsteilen Pförn, Enterbach, Schärfen, Scharling, Leiten, Point,Brunnbichl, Riedlern, Enterfels, Grüneck, Wildbad Kreuth, Bayerwald, Glashütte und Stuben darf sich seit dem 13. Juli offiziell "Bergsteigerdorf" nennen. 

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Aufgspielt: Musikalische Begleitung für die rund 160 Gäste.

| © DAV /Hans Herbig

Die Siegelverleihung fand an der Königsalm unterhalb des Schildensteins statt – und damitinmitten der wanderbaren Hausberge rund um Kreuth. Zu der herrlich gelegenen Einkehrgelangten die rund 160 Gäste - darunter auch einige Politprominenz aus der Landeshauptstadt - in einer eineinhalbstündigen Wanderung. 

Für die Feierlichkeiten gerüstet: die Königsalm.

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Umweltminister Dr. Marcel Huber betonte bei dem feierlichen Festakt: "Bergsteigerdörfer stehenals Musterbeispiel für einen sanften Naturtourismus im Alpenraum. Sie sind wichtige Impulsgeberfür die Gemeindeentwicklung und machen unsere sensiblen Naturräume erlebbar ohnesie zu gefährden. Die Gemeinde Kreuth hat schon früh Weitblick bewiesen und das Potentialfür nachhaltigen und umweltschonenden Tourismus erkannt. Diesen Weg fördern wir mitzusätzlichen 84.000 Euro für umweltfreundliche Mobilität und ein Naturtourismuskonzept."

Hubers Kabinettskollege und Chef des Tourismus-Ressorts, Franz Josef Pschierer, betonte, dass die Landesregierung "auf nachhaltigenTourismus im Einklang mit Mensch und Natur" setzen würde: "Eventtourismus lehnen wir ab. Kreuthsteht für Nachhaltigkeit, Authentizität und Tradition. Wir unterstützen unsere Bergsteigerdörfer,weil sie die Besonderheit Bayerns, Landschaft und Natur bewahren und das Bewusstseinfür deren Wert erhöhen."

Bei der feierlichen Siegelverleihung: Bürgermeister Josef Bierschneider, Tourismusminister Franz Josef Pschierer, die stellvertretende Bayerische Ministerpräsidentin Ilse Aigner, Umweltminister Marcel Huber sowie DAV-Vizepräsident Rudi Erlacher (v. li.).

| © DAV / Hans Herbig

Und Josef Bierschneider, Bürgermeister von Kreuth, versprach bei den Feierlichkeiten: "Mit demSiegel „Bergsteigerdorf“ nehmen wir bewusst die Verpflichtung auf uns, den Schatz, den wirhier bei uns mit unserer herrlichen Landschaft, unserem Ortsbild und unserem gelebtenBrauchtum haben, zu bewahren und unversehrt an unsere kommenden Generationen weiterzugeben."

Vorreiter für sanften Tourismus

Zentrale Kriterien für die Vergabe des Gütesiegels sind die kulturelle Eigenständigkeit, die Bewahrung der Traditionen und des Brauchtums,die Wertschätzung der Landwirtschaft und der lokalen Produkte sowie der Erhalt derLebensqualität des Ortes für die nächsten Generationen. Gerade Letzteres tut Kreuth nichtwie sonst oftmals üblich mit dem Bau von Skiliften oder Erlebnisparks, der Etablierung vonGroßevents oder durch unkontrollierte Ausweitung des Gemeindegebiets. In Kreuth hat dieNatur Vorrang, Bergsportlerinnen und Bergsportler sind dort daheim und die Tradition ist inden Alltag integriert. Der Deutsche Alpenverein schätzt den Ort als Vorreiter, um sanftereTourismusformen im Alpenraum zu etablieren.

21 Partnerbetriebe vor Ort

Bergsteigerdörfer leben von der Unterstützung durch die Bürgerinnen und Bürger vorOrt. In Kreuth können sich die Menschen mit der dahinter stehenden Philosophie offensichtlichsehr gut identifizieren: Insgesamt 21 Betriebe sind bereits als Partner registriert und bietenbergsportspezifische Dienstleistungen, spezielle Nachlässe oder nachhaltige und lokale Produkte. 

Weitere Informationen zum Bergsteigerdorf Kreuth findet Ihr unter alpenverein.de.

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