ALPIN-Autorin Iris Kürschner geht im Karwendel einem uralten Brauch auf den Grund: den Johannifeuern.

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni wird Johannes der Täufer im Karwendel mit Bergfeuern geehrt. Weil es ein uralter Brauch ist drückt selbst der Bundesforst ein Auge zu, denn eigentlich ist es strengstens verboten, Feuer zu machen. Iris Kürschner begleitet Seppi, Hardi und Chrissi - drei Johannifeurer im Karwendel.

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Die Aufmacher-Seite der Reportage "Die Magie der Bergfeuer" in ALPIN 06/2018.

| © alpin.de

Natürlich unterliegt das Zündeln strengen Regeln und wird auch gerne von der Bergwacht mitverfolgt. Seit den strengeren Umweltauflagen kommen Sägespäne mit Biodiesel zum Einsatz. Zurück bleiben heute nur noch verrußte Flecken.

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Irgendwo in der vorchristlichen Zeit liegen die Ursprünge der Sonnwendfeuer. Magische Kräfte sprach man ihnen zu. Bereits das bloße Hineinschauen ins Feuer verhieß Glück zu bringen, der Rauch sollte Krankheiten abwehren und sogar heilend wirken. Mit der Asche bestreute man die Felder, um zu einer üppigeren Ernte zu kommen. Die Asche im eigenen Haus verteilt, hielt Böses ab. Mit einem Sprung über das Feuer konnte man sich vor Hexen und Geistern schützen.

Um diesem heidnischen Treiben religiösen Tiefgang zu geben, legte die Kirche die Geburt Johannes des Täufers auf den 24. Juni, die Zeit der Sommersonnenwende, und die Geburt Christi ein halbes Jahr später auf die Wintersonnenwende. Die Legende um Johannes berichtet vom Verbrennen seiner Gebeine und eine Bibelstelle apostrophiert ihn als „Licht der Heiden“. So ließ sich das Entzünden von Feuern wunderbar begründen.

Der Titel unserer Juni-Ausgabe.

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Aus den Sommersonnwendfeuern wurden die Johannifeuer. Sozusagen ein Sommer-Weihnachten. Mit Mitternachtsmesse und Johanneswein. Ein fröhliches Fest, weil den hellen Tagen und milden Sommernächten nicht die Schwermut des Winters anhaftete.

Ein Böllerschuss signalisiert im Karwendel den Start zum Feuerzünden. Vom Karwendel bis zur Zugspitze verwandelt sich das Land mit zunehmender Dunkelheit in eine mit Kerzen geschmückte Geburtstagstorte. Auch am Wank und Herzogstand flackern Leuchtpunkte.

Die komplette Reportage "Die Magie der Bergfeuer" findet Ihr in unserer Juni Ausgabe ab Seite 30. 

ALPIN 06/2018 gibt es ab 12. Mail am Kiosk oder in unserem Webshop

Die 10 schönsten Bergfeuer 2018 mit Terminen findet Ihr hier in der Slideshow.

Klickt euch durch die Highlights von ALPIN 06/2018!

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