Im bayerischen Alpenraum herrscht derzeit große Lawinengefahr - und Sturmtief "Friederike" sorgt auch in weiten Teilen des Freistaates für chaotische Verhältnisse.

Laut aktuellem Lawinenlagebericht herrscht derzeit im gesamten bayerischen Alpenraum eine große Lawinengefahr. Viele Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, befinden sich oberhalb der Waldgrenze im kammnahen Steilgelände aller Expositionen, in eingewehten Rinnen und Mulden, aber auch hinter kammfernen Geländekanten sowie örtlich in steilen Lichtungen und Waldschneisen.

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Hier, so informiert der Lawinenwarndiest Bayern, sei "eine Auslösung gefährlich großer Lawinen bereits bei geringer Zusatzbelastung, z. B. durch einen einzelnen Skifahrer, möglich." Unterhalb der Waldgrenze wird die Lawinengefahr von den Experten als erheblich eingestuft. Die Lawinenlage wird auch in den kommenden Tagen noch "angespannt" bleiben.

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Die Auswirkungen von Sturmtief "Friederike" sind auch in Bayern zu spüren: Auf der Zugspitze wurden heute Vormittag Spitzen-Windgeschwindigkeiten von über 155 Kilometern pro Stunde gemessen. Stürmische Winde aus westlicher Richtung sorgen im Gebirge auch für starke Schneeverfrachtungen. Während Rücken und Grate "abgeweht" sein können, finden sich in Rinnen und Mulden meterhohe Schneeansammlungen, die in tieferen Lagen bei einsetzendem Regen sofort in Bewegung kommen können. 

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Nicht nur im Gebirge, sondern auch im Tal kann es heute wegen "Friederike" gefährlich werden. In vielen Regionen Bayerns drohen Sturm- und Orkanböen, Bäume zu entwurzeln, Dächer abzudecken oder starke Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu verursachen. Meteorologen empfehlen daher, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. 

Amtliche Wetterwarnungen gelten (momentan) für folgende Gebiete in Bayern: Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Kreis Berchtesgadener Land, Kreis Garmisch-Partenkirchen, Kreis Miesbach, Kreis Rosenheim, Kreis Traunstein, Kreis Weilheim-Schongau, Kreis Deggendorf, Kreis Freyung-Grafenau, Kreis Regen, Kreis Straubing-Bogen, Kreis Cham, Kreis Tirschenreuth, Kreis Bayreuth, Kreis Coburg, Kreis Hof, Kreis Kronach, Kreis Kulmbach, Kreis Lichtenfels, Kreis Wunsiedel, Stadt Coburg, Stadt Hof, Kreis Bad Kissingen, Kreis Haßberge, Kreis Rhön-Grabfeld, Kreis Oberallgäu und Kreis Ostallgäu.

Laut dem Deutschen Wetterdienst muss auch am Wochenende in höheren Lagen mancherorts noch mit stürmischen Böen gerechnet werden; in den Alpen werden zudem bis zu 30 Zentimeter Neuschnee erwartet.

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