Die Gefahr erneuter Felsstürze besteht nach dem dramatischen Unglück weiterhin.

Bondo - Einen Monat nach dem gewaltigen Felssturz in der Schweiz ist der 3369 Meter hohe Piz Cengalo immer noch nicht zur Ruhe gekommen.

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Die Gesteinsformationen bewegten sich etwa fünf Zentimeter pro Tag, sagte der Sprecher des Führungsstabs der Gemeinde Bondo, Christian Gartmann. "Wir gehen davon aus, dass noch viel Material in der Größenordnung von 500 000 bis eine Million Kubikmeter abstürzen wird." Ob und wann weitere Gesteinsmassen rutschen, könne niemand sagen. Große Warntafeln signalisierten die Gefahr. 

Aufräumarbeiten in Bondo, aufgenommen am Sonntag, 17. September 2017, von Soglio aus.

| © picture alliance/KEYSTONE

Das Auffangbecken ist seit der Geröllawine mit rund 300 000 Kubikmeter Schutt gefüllt. Die 140 Bewohner des Orts Bondo am Talschluss können frühestens in zwei Monaten wieder in ihrem Dorf leben. Bis dahin soll das Becken laut Gartmann ausgebaggert sein. Erst dann gebe es ausreichend Sicherheit vor einer etwaigen neuen Lawine aus Gestein und Schlamm.

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Einige Bewohner dürften jetzt schon tagsüber in ihre Häuser und Gärten. Aber der Aufenthalt dort sei mangels Wasser und Strom nicht sehr komfortabel.

Acht verunglückte Wanderer

Bei dem Unglück am 23. August, kamen warscheinlich acht Wanderer ums Leben. Die kilometerlange Geröllhalde in dem Tal nahe St. Moritz werde nicht weiter angetastet. Die Behörden hatten die Suche nach den acht vermissten Wanderern, darunter vier aus Baden-Württemberg, schon wenige Tage nach dem gewaltigen Felssturz eingestellt.

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