Wir sagen Euch, wo und wann Ihr im Alpenraum die Feuerspektakel sehen könnt.

Wenn der längste Tag im Jahr auf die kürzeste Nacht trifft, wird in den Bergregionen der Sommer auf eine ganz besondere Weise begrüßt: Dann ist Zeit für die alljährlichen Bergfeuer.

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Lichtkunst am Berg: Herz-Jesu-Feuer in Osttirol.

| © Picture Alliance

Die Tradition der Bergfeuer reicht bis ins Mittelalter. In Bayern heißen sie oftmals Johannifeuer und werden nicht direkt zur Sonnwende am 21. Juni entfacht, sondern erst in der Nacht auf den 24. Juni, der sogenannten Johannisnacht. Diese Bezeichnung leitet sich vom Gedenktag der Geburt von Johannes dem Täufer am 24. Juni ab.

In Tirol feiert man neben der Sonnenwende auch den Herz-Jesu-Schwur mit sogenannten Herz-Jesu-Feuern. Mit dem Schwur sollte 1796 die Tiroler Einheit im Kampf gegen Frankreich und Bayern hergestellt werden. Die Herz-Jesu-Feuer werden jedes Jahr am 3. Sonntag nach Pfingsten entzündet.

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Wir haben für euch die 10 schönsten Bergfeuer 2018 zusammengestellt, klickt Euch durch die Slideshow!

Praktische Tipps vom Deutschen Alpenverein

Alle Sonnwendfeuer sind gut vom Tal aus zu sehen. Manchmal lohnen sich aber ein paar Schritte zu einem talnah gelegenen Aussichtspunkt. In anderen Fällen ist es ein großartiges Erlebnis, mit einer Bergbahn zu einem hoch gelegenen Aussichtspunkt zu fahren.

Einige Bergbahnen bieten den Service einer abendlichen Fahrt zum Sonnwendfeuer-Termin an. Ob talnahe Wanderung oder ein paar Schritte in der Nähe einer Bergstation:

Der Deutsche Alpenverein empfiehlt für diese Fälle angepasste Ausrüstung, bestehend aus Bergschuhen mit einer rutschfesten, profilierten Spezialsohle sowie wetterfester und warmer Bekleidung.

Außerdem sollten eine Stirnlampe, Sitzkissen und Verpflegung nicht fehlen. Unbedingt die Fahrzeiten der Bergbahnen und Ruhezonen von Wildgebieten beachten!

Die Termine der schönsten Bergfeuer 2018 auf einen Blick

  • Seis, 10. Juni

  • Pertisau, 16. Juni

  • Bad Gastein, 16. Juni

  • Zwieselalm, 21. Juni

  • Ehrwald, 23. Juni

  • Rottach-Egern, 23. Juni

  • Innsbruck, 23. Juni

  • St. Johann, 23. Juni

  • Ellmau, 23. Juni

  • Saalfelden, 23. Juni

In ALPIN 06/2018 geht ALPIN-Autorin Iris Kürschner dem Brauch der Johannifeuer im Karwendel auf die Spur. 

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4 Kommentare

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Langerheinz

Frau Kürschner wenn Sie mich schon direkt ansprechen. Aus dem Inhalt auf dieser Seite war es mir nicht ersichtlich, dass Ihre Burschen Bio-Feuer-Mischung verwenden. Aber Sie haben ja vollkommen recht, im Gegensatz dazu ist die Blechlawine deutlich problematischer. Gerne darf ich Ihnen sagen, dass ich u.a. an der Broschüre Rock&Rail mitgearbeitet habe. Aber eigentlich bin ich Motorsportler, seit 40 Jahren. Ich benütze fast ausnahmslos diese Diesel-/Benzinschleudern um ins Gebirge zu kommen und oft ist das zeitliche Verhältnis klettern zum Motorsport 1:1. Zum Glück sind meine Kinder da schon ein schönes Stück weiter, sie organisieren meist Fahrgemeinschaften, BlablaCar etc.. Daheimbleiben, dort wo gerade jetzt im Frühjahr soviel Felsen unnötig gesperrt sind ist nicht die Alternative. Ich will trotzdem Missstände benennen und warte darauf bis diese Bergfeuer zu einem MEGA-Event hochstilisiert werden., ähnlich der Almabtriebe. Nachdem ich in der Kletterszene unter Langerheinz bekannt bin, hier noch mein richtiger Name: Heinz Buchmann
"Berg frei"

Iris Kürschner (ALPIN-Autorin)

@Langerheinz

In meinem Artikel versuche ich neutral über ein Brauchtum zu berichten.
Wie bei allem gibt es auch hier unterschiedliche Herangehensweisen. In unserem Fall verwendeten die Burschen eine Mischung aus Sägemehl und Rapsöl. Auf einem anderem Gipfel nehmen sie vielleicht Diesel und wieder andere sind ganz umweltbewusst und verbrennen Holz, das sie mühsam hochschleppen. Und wenn das im Antholzer-Tal mit Altöl gemacht wird, ist das natürlich schlimm. Genauso schlimm, wenn nicht noch schlimmer ist, dass sich Wochenende für Wochenende eine stinkende Blechlawine von "Naturliebhabern" aus den Städten und wieder zurück wälzt. Auch das natürlich "befeuert" unter anderem von den Reportagen in den einschlägigen Berg- und Outdoor-Magazinen. Ich hebe zwar stets in meinen Reportagen die öffentlichen Verkehrsmittel hervor, ob sie dann genutzt werden, liegt an jedem selbst. Sie zählen hoffentlich zu jenen, die nicht mit dem Auto in die Berge reisen.

Tom

Hallo Freunde von Alpin,
Also Sonnwend und Herz-Jesu-Feuer haben überhaupt nix miteinander zu tun!
Das erste ist längster Tag/kürzeste Nacht und Herz-Jesu ist immer am dritten Sonntag nach Pfingsten!

Langerheinz

Ein Anachronismus wird hier durch alpin noch befeuert. Gerade wenn wir in den Wochen danach in die Berge gehen können wir sehen was hier verbrannt wird. In vielen Fällen wird Alt-Öl verwendet, über Felsen gekippt, als Anzünder verwendet. Ich habe dies z.B. im Antholzer Tal gesehen, wie Kanister einer mir bekannten Altöl-Firma nach oben getragen wurden, nur um das schönste Herz lodern zu lassen. Eine gigantische Sauerei!! Hier könnte man von alpin schon etwas mehr Hintergrundrecherche erwarten, oder zumindest auf diese Art der Prämierung verzichten. Unabhängig davon wie viel Unsinniges religiös motiviert befeuert wird.