Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) macht auf den verantwortungsbewussten Umgang mit Müll am Berg aufmerksam – erstmalig mit Unterstützung eines internationalen Partners, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN Environment).

Wie der ÖAV in einer Pressemitteilung zum Weltumwelttag am 05. Juni bekannt gab, erhält der Alpenverein für seine 1970 ins Leben gerufenen Aktion "Saubere Berge" einen weiteren prominenten Partner; Die Kampagne wird ab sofort von den Vereinten Nationen und deren Umweltprogramm unterstützt.

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"Wir freuen uns sehr, dass die Bemühungen des Alpenvereins im Bereich Naturschutz durch die Partnerschaft mit UN Environment nun auch internationale Anerkennung erlangen", sagt der Präsident des Österreichischen Alpenvereins, Andreas Ermacora.

Müll hat am Berg nichts verloren

Mit der Zahl der Erholungssuchenden im Wald und am Berg steigt auch der Druck auf die Natur. Zigarettenstummel am Gipfel, leere Kunststoffflaschen am Weg, Müsliriegelverpackungen versteckt zwischen Steinen, Obstschalen und Taschentücher in der Wiese: was eigentlich zurück in den Rucksack und ins Tal gehört, landet leider noch viel zu oft in der Natur.

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Der Bergsportverein hat daher in den vergangenen Jahren mit seinen Sektionen im Rahmen des Projekts „Saubere Berge“ viele Aktionen und Projekte auf die Beine gestellt. "Der Alpenverein ist seit seiner Gründung stetig gewachsen, hat sich aber nicht nur als reiner Bergsportverein verstanden. 100 Jahre später sind wir uns mehr denn je bewusst, dass die Schönheit und einzigartige Natur der Alpen erhalten werden muss", so Ermacora.

Freut sich über den neuen Partner: ÖAV-Präsident Dr. Andreas Ermacora.

| © Picture Alliance

"Lass den Müll ins Sackerl wandern", das "Manifest der Sauberen Berge", Flurreinigungen und zuletzt das Projekt "Alpen Littering" sind nur einige von vielen Maßnahmen, die nachhaltig zur Bewusstseinsbildung und zu einer sauberen Landschaft beitragen sollen.

Projekt "Alpen Littering"

Mit dem Projekt "Alpen Littering" untersucht der Alpenverein in fünf österreichischen alpinen Pilotregionen, welche Abfälle wo in der Natur achtlos weggeworfen (= gelittert) werden. Durch Einbeziehung der lokalen Betroffenen, Experten und Naturnutzern werden die Problembereiche eingegrenzt, angepasste Maßnahmen entwickelt und deren Umsetzung initiiert.

Das vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft geförderte Projekt wird vom Österreichischen Alpenverein, der Sektion Alpenverein Edelweiss, der Ressourcen Management Agentur (RMA) und [science:talk] Institut für Verkehrssystemplanung durchgeführt.

Aktion "Saubere Berge"

"Saubere Berge" geht noch einen Schritt weiter als Flurreinigungen und Recycling. Der sparsame und achtsame Einsatz von Ressourcen aller Art ist auch im Bergsport ein relevantes Thema - besonders wenn es um die alpine Infrastruktur geht. Von der Planung bis zur Anreise und der Hüttenausstattung können hier wichtige Beiträge für einen kleineren ökologischen Fußabdruck geleistet werden.

Für Erik Solheim, Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen und Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen, ist der Einsatz rund um die "Sauberen Berge" eine "Investition in unsere eigene Gesundheit und unser Wohlbefinden."

"Aufgrund von Zersiedelungen, Bergbau und Tourismus verunreinigen Bergregionen auf der ganzen Welt. In der Mt. Everest Region alleine wurden rund 140.000 Kilogramm Müll entleert, und die Gegend steht weiter unter Druck durch wachsende Besucherzahlen. Der Weltumwelttag und seine Feierlichkeiten in Österreich sollten uns an die Schönheit unserer Berglandschaften erinnern und an die Notwendigkeit, auch diese sauber zu halten. Wir müssen aufstehen und Maßnahmen ergreifen, um sie sauber zu halten."

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