Nach Lockerung des Alpenplans durch die Bayerische Staatsregierung möchte der DAV einer breiten Öffentlichekeit die "fundamentale Bedeutung dieses landesplanerischen Instruments" ins Bewusstsein rufen. Hier die Pressemitteilung des Alpenvereins im Wortlaut.

Der Alpenplan ist seit über 40 Jahren verbindlicher Teil des Landesentwicklungsprogramms Bayern. Als international viel beachtetes und einzigartiges Instrument zur Raumplanung bewahrt der Alpenplan die bayerischen Berge in der Form, wie wir sie heute schätzen: als attraktives Ziel für Natursportler und Erholungssuchende und zugleich als bedeutender Schutzraum für Flora und Fauna.

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Bis in die 1970er Jahre waren viele große Erschließungsprojekte in den Bayerischen Alpen geplant – zum Beispiel Bergbahnen am Watzmann, Geigelstein, Hochgern, Innzeller Kienberg oder an der Garmisch-Partenkirchner Alpspitze. Mit Inkrafttreten des Alpenplans 1972 waren diese Pläne vom Tisch, heute sind all diese Berge immer noch weitgehend frei von technischer Infrastruktur. 

Der Alpenplan ist in Gefahr

Doch die Bayerische Staatsregierung strebt im Zusammenhang mit der geplanten Skischaukel am Riedberger Horn eine Änderung des Alpenplanes an. Ende März hat das bayerische Kabinett entsprechend entschieden – nur drei Tage nachdem viertausend bayerische Bürgerinnen und Bürger Einwände gegen die Erschließungspläne am Riedberger Horn erhoben hatten.

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In einer Expertenanhörung am 27. April im Landtag waren der DAV und andere Naturschutzverbände vor Ort und traten für den Erhalt des Alpenplans ein. Ende des Jahres ist mit einem Landtagsbeschluss zur Änderung des Alpenplans zu rechnen. 

Die DAV-Kampagne "Danke Alpenplan"

Jetzt hat der Deutsche Alpenverein eine Kampagne ausgearbeitet, um eine breite Öffentlichkeit auf den Alpenplan aufmerksam zu machen. An acht Beispielen zeigt sie die Wirksamkeit des Alpenplans auf. "Einfach schön. Einfach nur die Berge. Danke Alpenplan" soll als zentrale Botschaft über Social Media, alpenverein.de und Printmedien bei den Menschen ankommen.

Die Kampagne läuft acht Wochen, jede Woche ist ein neuer Post auf Facebook und Instagram geplant. Als Abschlussaktion der Kampagne wird im Herbst ein Tagesausflug mit Exkursion und Diskussion in einem der Gebiete der Paradebeispiele mit Einkehr in einer Alpenvereinshütte geplant. Eine gesonderte Einladung dazu folgt im Sommer. 

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