Einrichtung soll bis zum Jahr 2019 fertiggestellt werden.

Über 100 Millionen Yuan (13,7 Millionen Euro) wollen sich die Verantwortlichen in China laut Angaben von China Daily ihr neues Prestigeprojekt am höchsten Berg der Erde kosten lassen.

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Das neue Zentrum wird auf der tibetischen Seite rund 60 Kilometer nordwestlich des Achttausenders entstehen, und soll auf einer Fläche von 84.320 Quadratmetern unter anderem Unterkünfte und Restaurants für Bergsteiger und Paraglider, einen Hubschrauberlandeplatz, Büros für Expeditionsveranstalter, Werkstätten für Autos, Motorräder und Fahrräder sowie ein Bergsteiger-Museum beherbergen.

Während ein Großteil der internationalen Bergsteigerszene das Vorhaben recht skeptisch sieht, kann Dominik Müller, Chef des deutschen Expeditionsveranstalter Amical Alpin, kann die Aufregung nicht ganz verstehen.

"Da reden viele Leute mit, die die Situation auf der Nordseite gar nicht kennen", so Müller gegenüber Stefan Nestler von Abenteuer Sport. 

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Die Infrastruktur im sogennanten "Chinese Base Camp" sei alles andere als optimal, und auch in puncto Sicherheit sieht der Amical-Chef starken Verbesserungsbedarf.

Da Flüge von Rettungshubschraubern auf der Nordseite verboten seien, müssten alle Höhenkranken und Unfallopfer von den Expeditionsärzten in Zelten versorgt und dann per Jeep aus dem Basislager gebracht werden.

"Wenn nun dieses Bergsteigerzentrum tiefer als das Basislager gebaut wird, gibt es endlich die Möglichkeit, Höhenkranke, Verletzte und sonstige Kranke schnell vom Basislager in tiefere Lagen zu bringen und dort in ordentlichen Räumlichkeiten zu versorgen. Unterm Strich wird dies die Qualität und vor allem die Sicherheit erhöhen und ist aus meiner Sicht zu begrüßen", findet Dominik Müller.

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6 Kommentare

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Holger auf Facebook

Das ist glaube ich nicht der richtige Weg.

René auf Facebook

Wieso ist das eigentlich anders zu beurteilen als die Hütten des DAV in den Alpen? Verstehe die Aufregung nicht.

Stefan auf Facebook

Ist klar das ein Reiseveranstalter wie Amical Alpin das begrüßt. Er lebt von solch unsinnigen Infrastrukturen...

Stefan auf Facebook

Mit einem Gebäude wird die ganze Landschaft um denn Everest kaputt gemacht und optisch schaut das auch nicht schön aus

Christoph auf Facebook

Es baut ja niemand am Berg! Sie schreiben ja nicht wo genau, aber 60km entfernt. Na und wenn sie in nem Dorf oder einer kleinen Stadt ein Bergsteigerzentrum bauen ist das nur positiv. Wenn jemand einen schönen Berg mit Liftanlagen zusch.... dann ist das zu verurteilen, aber ein Dorf/Stadt bergsteigerisch auf Vordermann bringen geht in Ordnung

Raphi auf Facebook

Naja, die leben genau so wie wir vom Tourismus. Da war es abzusehen dass auch diese Berge nicht vom Massentourismus verschont bleiben. Ich finde es schade, aber wir Europäer dürfen uns da nicht nicht aufregen siehe Matterhorn, Großglockner und vor allem die Jungfraubahn im Eiger gibts ja auch schon über 100 Jahre...