Der Clip für Milchschnitte hat Thomas und Alexander Huber auch außerhalb der Kletterszene bekannt gemacht. Ihre große Popularität nutzen die Brüder auch immer wieder dazu, sich für verschiede Herzens-Projekte einzusetzen.

"Wenn man einen Berg besteigen will, bringt es nichts, immer nur um den Berg herumzulaufen. Irgendwann muss man ihn angehen. Das Gleiche gilt für Krisen im Leben", so Alexander Huber in der Online-Ausgabe des Münchner Merkur.

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Der Extrembergsteiger weiß, wovon er spricht: Als der Berchtesgadener vor rund 16 Jahren den Entschluss fasste, seinen Lebensunterhalt künftig als Profibergsteiger bestreiten zu wollen, entwickelte sich bei dem heute 47-Jährige eine "generalisierte Angsterkrankung". 

"Wenn Du die Berufung zum Beruf gemacht hast, kann das schnell zum Eigentor werden. Das, was früher reiner Spaß an der Freude war, wird plötzlich zum Zwang. Es ist nicht gut, das Gefühl zu haben, aus existentiellen Gründen einen Berg raufkommen zu müssen", gestand der diplomierte Physiker 2013 im Interview mit alpin.de.

Huber hatte sich nicht nur professionelle Hilfe geholt, um die Krankheit zu überwinden, sondern das Erlebte auch in einem Buch ("Die Angst - Dein bester Freund") verarbeitet.

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Einen besseren Botschafter, als den jüngeren der beiden Huberbuam hätte sich Josef Mederer für seine Kampagne nicht wünschen können.

Der Bezirkstagspräsident bemüht sich seit Jahren um den Ausbau des "Krisendienstes Psychiatrie". Betroffene oder Angehörige konnten sich bisher nur in der Landeshauptstadt telefonisch Hilfe holen. 

Seit dem 01. Juni ist nun auch der Landkreis München an das Notfalltelefon angebunden. Wenn es nach der Vorstellung des CSU-Politikers geht, sollen bis spätestens 2018 alle Bürgerinnen und Bürger in Oberbayern unter der 0180-6553000 Soforthilfe bei seelischen Krisen bekommen.

Alexander Huber will dabei helfen, die Nummer zukünftig bekannter zu machen.

Thomas Huber spendet für Dolphin Aid

Auch Alexanders Bruder Thomas engagiert sich für die gute Sache, wie jüngst für "Dolphin Aid". 

Der eingetragene Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, erkrankten Kindern die Begegnung mit Delphinen zu ermöglichen.

"Eine Delphin-Therapie bedeutet häufig den Beginn der gesundheitlichen Rehabilitation – und was können wir einen behinderten Kind schöneres bieten, als den Start in eine bessere Zukunft", heißt es auf derHomepage von Dolphin Aid.

Auch Thomas Huber zeigt sich von der Idee überzeugt. Der Extrembergsteiger spendete Anfang Juni die kompletten Eintrittseinnahmen für seinen Vortrag im Kongresshaus Berchtesgaden an das Projekt. 

Mit der Summe soll zwei Kindern aus Hubers Heimat eine Delphin-Therapie auf Curacao ermöglicht werden.

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