Die Veränderung des Klimas schreitet in den Alpen doppelt so schnell voran wie im globalen Mittel. Folgen sind die Zunahme extremer Wetterereignisse, das Schwinden von Gletschern, das Auftauen von Permafrostbereichen und der Mangel an Schnee. Die Rahmenbedingungen für Mensch, Natur und Wirtschaft werden dadurch massiv verändert. Am Internationalem Tag der Berge plädiert der DAV für einen klimafreundlichen Bergsport - und Tourismus.

"Leider reicht die Fantasie vielerorts nur bis zum Bau von Beschneiungsanlagen", so Alpenvereins-Vizepräsident Rudolf Erlacher.

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Diese sind allerdings mit massiven Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden. Und auch die Beschneiung ist witterungsabhängig und kann bei steigenden Temperaturen die Schneesicherheit in vielen Skigebieten nicht garantieren.

"Die Tourismusregionen sollten ihre Abhängigkeit vom alpinen Skisport nicht durch immense Investitionen in Skigebiete und Beschneiung zementieren." Die Angebote müssen nachhaltiger, flexibler und vielfältiger gestaltet werden.

Die Vorzüge von Natur und Landschaft sollen dabei in den Vordergrund gestellt werden. Erlacher ist überzeugt: "Die Alpen bieten einzigartige Wintererlebnisse auch abseits der Piste. Diese gilt es naturverträglich zu fördern."

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So ist der Bergsport herausgefordert

Eine große Chance bieten die vielfältigen Formen des Wintersports. Allerdings ist auch dort ein Umdenken erforderlich. Bergsportler und Bergsportlerinnen werden flexibler agieren müssen; sie werden ihre Ziele und ihre Aktivitäten an die oftmals schnell wechselnden Verhältnisse anpassen müssen.

Und sie werden auch ihren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten müssen. Im Projekt "klimafreundlicher Bergsport" zeigt der DAV auf, wie die Anreise zum Bergsport klimafreundlicher gestaltet und die Reduktion von Treibhausgasemissionen möglich gemacht werden kann.

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