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3. Fahren im Bruchharsch
Um auch in diesem Schnee noch ein gutes Fahrbild abzugeben, ist Kraft, Konzentration und ein gutes Training die Voraussetzung.
Alptraum aller Tourengeher - Bruchharsch. Die Abfahrt kostet sehr viel Kraft - aber mit etwas gefühlvoller Technik und entsprechender Blockbildung kann man sich das Schlimmste ersparen.
Außerdem gibt es Bruchharsch oder windgepressten Schnee, der gerade noch trägt. Oft schwimmen leichte Personen noch oben, während die Schwereren sich, wie oben beschrieben, immer wieder durch den Deckel kämpfen müssen. Bei diesen Verhältnissen ist viel Gefühl gefragt, weiche Bewegungen, nichts Ruckartiges, wenig Hochtief und nur so stark aufkanten wie unbedingt notwendig bei eher längeren Radien. Gleichmäßiges Schwingen mit Blockbildung der Beine wegen dem besseren Auftrieb bei eher geringem Tempo wegen hohem Sturzrisiko.
Meist findet man bei einer Skitourenabfahrt vom Gipfel bis ins Tal verschiedene Schneearten vor. So ist im oberen Bereich der Schnee oft noch pulverig und frisch. War die Sonneneinstrahlung in den unteren Regionen schon zu stark, trifft man dort oft durchnässten Schnee an.
4. Fahren im Nass-Schnee
Auch der Nass-Schnee kann viel Kraft und Energie kosten.
Um den nassen Schnee besser wegdrücken zu können, muss man mit relativ hohem Tempo aus der Schrägfahrt anfahren. Es erfolgt der Stockeinsatz und eine leichte Gewichtsverlagerung auf die Ferse, die Skispitzen kommen dadurch aus dem Schnee heraus. In diesem Moment wird der Schwung wie bei den anderen Skitechniken mit einer Entlastung in die erwünschte Fahrtrichtung eingeleitet. Das Gewicht wird wieder auf die Zehen verlagert, die Skispitzen tauchen wieder etwas ab. Durch die hohe Schneedichte wird somit das Tempo wieder herausgenommen und ein neuer Schwung kann angereiht werden.
Nach dem Motto "kraftsparend Höhenmeter verlieren" sind größere Schwungradien im Naßschnee sehr vorteilhaft. angereiht werden.
Aus ALPIN 12/2004
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