2013 erzählen wir Ihnen jeden Monat drei kurze Episoden der alpinen Geschichte. Jeweils eine von damals, gestern und heute. Jede dieser Geschichten hat besonders mit einem Berg zu tun. Entscheiden Sie, welche Bergstory Ihnen am meisten zusagt. Der meistgewählte Berg wird im nächsten Heft Ihr "Berg des Monats" sein.

Drei Menschen, drei Geschichten - drei Berge

- Anzeige -
Damals: Otto Herzog

A) Herzogkante, Lalidererspitze, 2583 m, Karwendel/Tirol

Ein gebürtiger Franke, der Fürther Otto Herzog, sollte zu einem der Aushängesschilder der Münchner Felskletterer avancieren. Und darunter waren große Namen: Dülfer, Welzenbach, Fiechtl, Gramminger, Eidenschink, Heckmair, Preuß, Schließler, um nur einige wenige zu nennen. Er war ein Bergsteiger der Zwischenkriegszeit, obwohl er bereits 1913 mit Hans Fiechtl die Schüsselkarspitze-Südwand durchstieg.

- Anzeige -

Sie waren Pioniere, die zur Gangbarmachung unüberwindlicher Passagen Hilfsmittel einsetzten, dies gleichzeitig aber - beeinflusst von Paul Preuß - so sparsam wie möglich machten. Herzog verwendete erstmals einen Schnappkarabiner, den er bei der Feuerwehr entdeckt hatte.

Mit dem Wahlmünchner, der lange vor einem gewissen Hollywood-Star bereits den Beinahmen "Rambo" trug, wird besonders auch die nach ihm benannte "Herzogkante" (V-), an den Laliderer Wänden über der Falkenhütte verbunden. Er hat diese bereits im Jahre 1911 erstbestiegen.

Gestern: Tomaz Humar

B) Dhaulagiri-Südwand, 8167 m, Himalaya/Nepal

Als er in Ljublijana 1969 geboren wurde, gab es Jugoslawien noch. Der slowenische Elektriker galt als Stehaufmännchen. Nach einem schweren Unfall bei Bauarbeiten dachte niemand, dass der Familienvater jemals wieder würde klettern können. Ein Jahr zuvor, 1999, gelang ihm im Alleingang die Erstdurchsteigung der ca. 3000 Meter hohen Südwand des Dhaulagiri.

Beim Abstieg fand er die Leiche von Ginette Harrison, die eine Woche vorher in einer Lawine umgekommen war. Nach der Sisha Pangma (2002) reizte ihn 2003 die Rupalwand des Nanga Parbat. Er musste umdrehen, bei einem zweiten Versuch 2005 verletzte er sich und musste gerettet werden.

2010 verunglückte Humar erneut am Berg. Am Langtang Lirung (7227 m) brach er sich ein Bein, konnte aber noch einen Hilferuf absetzen. Sein Freund Viki Groselj alarmierte die Bergretter der Air Zermatt, die sofort nach Nepal reisten. Die Suche nach dem Verunglückten war ein Wettlauf mit der Zeit, den die Schweizer am Ende verloren. Sie konnten nur noch den Leichnam des Slowenen bergen.

Heute: Robert Jasper

C) Cerro Murallòn, 2831 m, Patagonien/Argentinien

Seine Bilanz war schon in jungen Jahren aufsehenerregend. Der Schwarzwälder Robert Jasper, aus der harten Schule des DAV-Leistungsteams entstiegen, hat mit gewaltigen Alleinbegehungen im Eis, im gemischten Gelände und im Fels von sich Reden gemacht.

Mit "Flying Circus" gelang dem Familienvater die weltweit erste M10-Route, fünf Jahre später mit "Batman" die erste europäische M12-Route, ein Jahr später knackte er mit "No Limits" die erste europäische M13. Eine besondere Beziehung hat Robert zur Eiger-Nordwand entwickelt. Doch der Ausnahmesportler, der mit seiner Familie auf einem Bauernhof lebt, liebt auch die Kälte anderer Kontinente.

Ein dreimaliger Anlauf zum Cerro Murallòn südlich des Fitz Roy schweißte zwei Ausnahmekletterer zusammen und raubte ihnen den letzten Nerv. Erst 2005 konnten die Alphatiere Stefan Glowacz und Robert Jasper dort an der Nordwand die Route "Vom Winde verweht" (IX+/ A2) vollenden - nach entbehrungsreichen Packeis-Märschen und unendlich kalten Nächten.

Das iPad 4: Unser Gewinn für Sie.

Unter den Einsendungen verlosen wir diesmal ein Stück Lifestyle, das nicht jeder, aber doch fast jeder auf seiner Wunschliste hat: Der Gewinner unseres Votums erhält das iPad 4 von Apple im Wert von 499 Euro.

Das 650 Gramm leichte Tablet sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch ein toller Begleiter für unterwegs. 300 000 Apple-Apps in allen möglichen Kategorien machen den Weg zu den Bergen nicht nur unterhaltsamer, sondern bieten zudem jede Menge Infos für die Vertikale. Und das in einer top Geschwindigkeit auf einem top Display mit top Ausdauer.

Also: Voten Sie mit und gewinnen Sie den Ferrari unter den Tablets.

Außerdem verlosen wir drei Bildbände "Austria alpin" aus dem Tyrolia-Verlag im Wert von jeweils 39,95 Euro.

//

So haben Sie bei der vergangenen Runde entschieden. Klicken Sie für eine Großansicht!

Die Gewinner im Juni:

Das Voting "Berg des Monats" hat E. Oberdörfer aus München gewonnen, sie freut sich über eine Lumix-Kamera von Panasonic .

D. Köchel aus Erlangen, W. Götz aus Röthlein und A. Zeller aus Siegsdorf erhalten je einen Bildband Austria alpin aus dem Tyrolia Verlag.

Glückwunsch!