Schneefelder und schneegefüllte Rinnen gehören zu der Art von Gefahr, die wir gerne übersehen. Aber sie führen jedes Jahr zu einer Reihe von Unfällen. Am Beginn der Wandersaison und nach schneereichen Wintern ist die Gefahr am Größten.
Das Risiko
1982 war es Pit Schubert, der dieses Absturzrisiko auf Schnee- und Firnhängen mit objektiven Messdaten eindrucksvoll belegte: "Auf harten Firnhängen liegt die Fallgeschwindigkeit in der Größenordnung des freien Falls. Genauer: Sie liegt nur wenig darunter, bei einem 42 Grad steilen harten Firnhang bei 98 Prozent." Firnhänge, vor allem harte Firnhänge, täuschen also eine Reibung vor, die nicht vorhanden ist. Und noch ein interessantes Ergebnis lieferten die Versuche: Der Einfluss der Kleidung - ob glatt oder reibungsintensiv - ist relativ unbedeutend
Erkenne die Gefahren!
Wichtig ist zunächst, die Gefährdung, die ein Firnfeld in sich birgt, zu erkennen, also ein gewisses
Gefahrenbewusstsein zu entwickeln. Gebannt ist die Gefahr allerdings erst, wenn man weiß, wie man sich richtig auf Firnfeldern verhält, also
Grundtechniken wie das richtige Gehen und Bremsen beherrscht. Schließlich sollten man auch mit technischen Hilfsmitteln, nämlich
Steigeisen und Pickel richtig umgehen können.