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Vergnügen
"It's all about the down ..." - dieser Werbeslogan eines Alpinausrüsters beschreibt ziemlich passend das Motto der Freeski- Tourenbewegung.Dank enorm verbessertem Material, das fast mit Alpin-Ski vergleichbar ist, aufstiegstauglichen Bindungen sowie breiten, fahrstabilen Ski und dementsprechenden Touren-Boots ist der Spagat möglich: voller Abfahrtsspaß bei unterschiedlichsten Schneeund Geländebedingungen verbunden mit akzeptabler Aufstiegstauglichkeit.
Voraussetzung für den doppelten Genuss ist natürlich das richtige Material. Waren die ersten taillierten Tourenski noch eine Revolution, sind sie heute nicht mehr wegzudenken. Hier sind einige Tipps für abfahrtsorientierte Skitourengänger, wir nennen diese Sparte Freeski-Touren.
So lassen sich Lawinen vermeiden
Stabilität und Auftrieb der Ski sind hierbei die entscheidenden Faktoren. Schnelle, variable Fahrt bringt jedoch auch höhere Belastungsspitzen für das Material. Für die Ausrüstung gilt daher: stabiler, sicherer, lustiger – aber auch schwerer.
Der Ski
Je breiter der Ski unter der Bindung ist, umso mehr Spaß. Je länger und steifer, umso stabiler bei höheren Geschwindigkeiten, aber desto weniger wendig. Die Ski sollten unter der Bindung mindestens 85 mm, aber nicht über als 100 mm breit sein, wobei Gewicht und Größe des Fahrers entscheiden.Sind die Ski zu schmal und recht kurz, sinkt man mangels Auftriebs ein. Sehr breite Ski wiegen viel und erschweren den Aufstieg und das Traversieren. Die Skischaufeln sollten breit, aber nicht zu steif sein, denn eine weichere Schaufel macht den Ski gutmütig beim Fahren.
Und da auf den meisten Skitouren immer von allem etwas dabei ist, sei es Pulver, Harsch oder Nassschnee, sollte bei der Skiwahl auf gute Allround-Tauglichkeit geachtet werden. Mittlerweile hat jeder Hersteller gute Freeski im Angebot, die mit einer entsprechenden Bindung kombiniert, fürs Freeski- Touren geeignet sind.
Die Bindung
Mit möglichst wenig Kraftaufwand möglichst schnell aufsteigen – und anschließend mit viel Spaß abfahren, so stellt man sich lustvolle Touren vor. Jedoch muss die Sicherheit auch bei schneller Abfahrt ge - währleistet sein. Ein verlorener Ski im exponierten Gelände kann schlimme Folgen haben.Bei abfahrts orientierten Bindungen sind Z-Werte bis zum DIN-Wert 16 möglich. Diamir (Fritschi) brachte die erste Freeride-taugliche Tourenbindung (Freeride plus) auf den Markt. Ausgezeichnete Modelle gibt es auch von Naxo.
Wer eine hundertprozentige Alpinbindung sucht, mit der man trotzdem aufsteigen kann, für den ist die neue Marke The Duke interessant.
Tipps für Touren
Geiz ist nie geil, schon gar nicht beim Umgang mit den erklommenen Höhenmetern: Je schneller sie dahin schmelzen, umso breiter das Grinsen im Tal.Voraussetzung fürs Grinsen ist jedoch, dass man die Ski bei jedem Schnee und in jedem Gelände unter Kontrolle hat, was bei hohem Tempo und/oder kniffligem Gelände viel abverlangt.
Eine Erklärung zum richtigen Einsatz der Lawinensonde gibt's hier
Für den Abfahrtsspaß genauso wichtig wie die Fitness ist die Skitechnik, was so manchem Skibergsteiger ziemlich egal zu sein scheint. Wie ließe sich sonst erklären, dass immer noch Tourengeher anzutreffen sind, die talwärts mehr stürzen als fahren ...
Fahrtechnik
Eine flüssige Linie - und das spürt man - gelingt meist, wenn Lastspitzen vermieden werden. Neudeutsch spricht man vom so genannten Flow.Das Wichtigste ist eine spannende, abwechslungsreiche, dem Level des Skifahrers entsprechende Linie zu suchen - und diese mit viel Flow und variablen Kurvenradien zu bewältigen. Also das Gegenteil der an Monotonie grenzenden Zöpfeflechterei. In engen, steilen Rinnen fährt man natürlich nach wie vor Kurzschwünge, während offenes Gelände zu großen Schwüngen und zum "Surfen" einlädt.
Surfstyle
Die breiten Ski drängen geometriebedingt an die Schneeoberfläche. Dies gelingt gut ab mittleren Geschwindigkeiten. Der Schwung wird nicht durch Hochentlastung, sondern über das Kniekippen eingeleitet.Es gilt: Nasenspitze zwischen die Skispitzen! Das heißt in die Richtung schauen, in die man fahren will. Schon eine geringe Drehung des Kopfes lenkt meist den ganzen Körper.
Die Skiführung ist schulterbreit und beide Ski werden belastet, damit das Schwebegefühl erhalten bleibt. Je höher die Kurvengeschwindigkeiten, desto mehr kommt die Hüfte hangwärts, um den Fliehkräften entgegenzuwirken.
So lassen sich Lawinen vermeiden
Eine sehr enge Skiführung, die so genannte Blockbildung, ist zu vermeiden, weil dadurch eine stabile Position nicht möglich ist. Das klappt im Pulver optimal, aber was passiert bei unterschiedlichen Bedingungen? Bei Pulverschnee, Bruchund Windharsch, Buckel, Faulschnee, - ein normaler Tourentag eben...
Alle auf alpin.de veröffentlichten Online-Kurse finden Sie hier.
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