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Das Sperrgebiet hatte wenig bergsteigerische Aktivität gesehen, obwohl sich dort mehr als 100 unbestiegene Gipfel befi nden. Bereits in den frühen 80er-Jahren war der Westgipfel des Saser Kangri II von einer japanischen Expedition erreicht worden; der höhere Ostgipfel blieb unberührt.
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Schon 2001 hatte Richey - während einer Expedition unter Leitung von Chris Bonington und Harish Kapadia - ein Auge auf den Saser Kangri II geworfen. 2009 stellte er ein Team für eine Besteigung zusammen, das jedoch auf 6500 Meter in schlechtem Wetter umkehren musste.
Für Richey war klar, dass er zurückkehren würde. Nach etlichen Akklimatisationstouren stiegen Richey, Swenson und Wilkinson am 21. August zu einem Biwakplatz auf, den sie in den Wochen zuvor bereits hergerichtet hatten.
Dafür verwendeten sie ein von Richey ausgeklügeltes System, indem sie eine Art Hängematte aufspannten, sie mit Schnee füllten und so die Biwakplattform vergrößern konnten. Am folgenden Tag überwanden die Bergsteiger ein Eiscouloir sowie ein Felsband, das eine der Schlüsselstellen der Route darstellt.
Am dritten Tag erreichten sie eine Höhe von etwa 7000 Meter. Zwischen ihnen und dem Gipfel lagen nur noch drei schwierige Seillängen, dann Gehgelände. Am 24. August stand das Trio auf dem höchsten Punkt des Saser Kangri II.
Der höchste noch unbestiege Berg wird wohl noch längere Zeit der Gangkhar Puensum (7570 m) bleiben. Der liegt in Bhutan - dort ist das Bergsteigen über 6000 Meter Höhe nämlich verboten!
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