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ALPIN-Leserreise: Schneeschuh-Transalp

4. Tag: Von der Bieler Höhe zur Heidelberger Hütte

19.01.2007 10:17:15
Wenn man morgens, in der Hoffnung ein paar Gramm Gewicht zu sparen, die Zahnpasta daumendick auf die Bürste drückt, weiß man, dass man falsch gepackt hat. Über 15 Kilo sind definitiv zu viel für eine Alpenüberquerung. Der Aufstieg gestern zur Bieler Höhe hat mich dementsprechend zum schwitzen gebracht. Ich muss dringend Gewicht loswerden...
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Ziel der vierten Etappe: Die Heidelberger Hütte. Bildquelle: www.heidelbergerhuette.at
Ausgangspunkt: Bieler Höhe
Zielpunkt: Heidelberger Hütte
Höhenmeter: Aufstieg 900 Hm, Abstieg 400 Hm
Gehzeit: ca. 7 Stunden
Geplanter Tourenverlauf:
Der Morgen beginnt mit dem Abstieg ins Paznauntal. Wir streifen die Wintersportorte Galtür (1.582 m) und Ischgl (1.376 m) und bestaunen die unzähligen Skilifte. Bald finden wir uns aber wieder in einsamer Winterlandschaft und erreichen durch das flache Fimbertal die Heidelberger Hütte (2.264 m), unser heutiges Tagesziel.

Wir erreichen Galtür. Bildquelle: www.alpin.de
Thomas zu Folge gibt es in Galtür, dem berühmten Skiort, den wir heute bei unserem Abstieg von der Bieler Höhe ins Paznautal streifen, eine Poststation. Ich nutze den unkomplizierten Weg hinab, um bereits im Geiste meinen Rucksack neu zu packen.

Stolze 4,6 Kilogramm sind es schließlich, die ich in einem Paket verpackt, nach Hause schicke. 16 Euro kostet mich der Luxus, die kommenden Aufgaben um einiges erleichtert angehen zu können. Ein Preis, den ich nur zu gerne zu zahlen bereit bin.


Zur Bildergalerie der 4. Etappe

Ischgl die Après-Ski-Hochburg ruht noch! Bildquelle: www.alpin.de
Mit dem Bus fahren wir nach der Mittagspause in Galtür hinüber nach Ischgl. Es ist erst kurz nach 13 Uhr als wir dort eintreffen und noch ist die Après-Party-Hölle nicht in Gange. Doch angesichts der vielen Kneipen, Pubs und Diskotheken, Night-Clubs, Burger Kings und Schnitzelpardiese können wir erahnen, was hier los sein wird, sobald die Skifahrer wieder unten im Tal sind. Irgendwie ist das nicht unsere Welt, uns zieht es schnell wieder nach oben und so sind wir froh, als wir mit dem Lift wieder hinauf fahren.



Die ersten Kilometer des Aufstiegs zur Heidelberger Hütte müssen wir ein wenig eintönig neben der Skipiste hinter uns bringen. Wir kommen an einigen Einkehrmöglichkeiten vorbei und werden von rotbäckigen "Red-Bull-Wodka-Gesichtern" begafft wie die Osterhasen. Irgendwie passen Schneeschuh-Alpenwanderer und angetrunkene Ischgl-Skitouristen nicht so recht zusammen.

In der Gruppe macht es gleich mehr Spaß ... Bildquelle: www.alpin.de
Wir sind erleichtert, als wir auf einen einsamen Winterwanderweg abbiegen, der uns im Abendlicht sanft ansteigend hinauf zur Heidelberger Hütte bringt. Die umliegenden Berge glühen im Rot der untergehenden Sonne, als wir die Schweizer Grenze passieren. Trotz des strapaziösen Aufstieges ist die Stimmung prächtig und so entschließen wir uns, nach der Ankunft auf der Hütte noch zu einer Einheit Gruppen-Stretching, was allerseits Gelächter hervorruft.

Weitere Artikel:
1. Tag: Von Oberstdorf zum Körbersee
2. Tag: Vom Körbersee zum Kristberg
3. Tag: Vom Kristberg zur Bieler Höhe

Holger Rupprecht

Weitere Informationen:
www.oase-alpin.de
www.pizbuin-silvretta.at
www.heidelbergerhuette.at


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19.01.2007 10:17:15
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21.05.2012 18:18:39