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Onlinetagebuch: ALPIN Leserreise - Mit Peter Habeler ins Everest-Basecamp

Slowly, slowly, slowly

13.05.2008 11:51:30
Elisabeth, eine überaus symphatische, warmherzige und lustige Frau aus Baden-Württemberg, sitzt am Freitagmorgen mit traurigem Blick am Frühstückstisch unser kleinen Lodge. Ihre Lippen sind leicht blau verfärbt. Sie klagt über heftige Kopfschmerzen.
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Marktfrau in Namche Basar. Mehr Bilder
Der Aufstieg von Namche Bazar (3400m) über verwinkelte Wege und zwischen steingesäumten Ackerparzellen nach Khumjung (3800m) am Vortag ist ihr nicht bekommen. Schon am Abend hatte sie einen leichten Druck im Kopf verspürt. Über Nacht haben sich die Symptome der Höhenkrankheit verschlimmert. In Absprache mit Peter Habeler trifft sie die einzig vernünftige Entscheidung: sie wird gemeinsam mit ihrem Mann Manfred und begleitet von einem Sherpa zurück nach Namche wandern. Dort wird sich Elisabeth, da beruhigt uns Peter mit all seiner Erfahrung, innerhalb kürzester Zeit regeneriert haben. Dennoch bleibt die traurige Tatsache, dass für das Ehepaar die Trekking-Tour bereits beendet ist, bevor wir die ersten 8000er aus der Nähe betrachten durften.
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Die Stimmung ist ein wenig gedrückt, als wir in Richtung Gokyo-Hochtal aufbechen. Denn es ist deutlich geworden, dass jeden die Höhenkrankheit erwischen kann, trotz sehr langsamer Gehweise und einer moderaten Steigerung der Schlafhöhe. Noch ernster als die Tage zuvor nehmen wir den Appell unseres "Schrittmachers" Khanzas, der die Truppe gemächlichen Schrittes anführt und immer wieder mahnt: "Slowly, slowly, slowly."
Alle Details zu unserer Leserreise, Interviews mit Peter Habeler und Wolfgang Nairz, das Detailprogramm und die Ausrüstungscheckliste finden Sie hier.
Die Ama Dablam ist ein echter Stimmunsaufheller. Sehnsüchtig blicken wir auf unserem Höenweg zum Mon La (La = Pass) auf die unvergleichlich elegante Gipfelpyramide dieses wunderschönen Berges hinüber. Der Anblick dieses sagenhaften Berges lässt keinen kalt. Erst recht nicht, wenn man mit Peter Habeler unterwegs ist. Vor einigen Jahren hat Peter die Ama Dablam bestiegen und bei der Teepause auf dem höchsten Punkt des Passes (3973m) erzählt er uns die spannende Geschichte seines damaligen Abenteuers.
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Danach geht es es steil nach Phortse Drangka (ca. 3500 m) an den Gokyo-Fluss hinab, nachmittags wandern wir steil hinauf über den Weiler Tongba bis zu unserem Ziel im Dorf Dole (4.000 m), wo wir in einer einfachen Lodge unser Nachtquartier beziehen.
Fotogalerie früherer Hauser-Trekkintouren zum höchsten Berg der Welt: Klicken Sie auf das Bild oder auf diesen Link.

Richtig kalt ist es mittlerweile geworden, die Temperaturen in unseren unbeheizten Zimmern liegen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Ein wenig fröstelnd verkriechen wir uns in unsere Schlafsäcke. Und hoffen gesund wieder aufzuwachen.

Text: Holger Rupprecht

Alle Artikel des Online-Tagebuchs der Everest-Exkursion bis zu diesem Tag: Weitere Informationen:

Seit 1990 unterstützt Hauser aktiv die Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland durch großzügige Spenden für Infrastruktur-Projekte in Nepal. www.sir-edmund-hillary-stiftung-deutschland-ev.de

Der Nepalhilfe Beilngries kann auf 15 Jahre soziales Engagement im Königreich Nepal zurückblicken. Sie unterstützt Projekte, die Hilfe zur Selbsthilfe geben sollen: www.nepalhilfe.org


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13.05.2008 11:51:30
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21.05.2012 18:05:01