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ALPIN-Leserreise: Schneeschuh-Transalp

3. Tag: Vom Kristberg zur Bieler Höhe

17.01.2007 10:30:39
Während der heutigen Etappe wechselt die Führung ständig, so dass jeder einmal die Verantwortung für die Führung der Truppe übernehmen und in den Genuss kommen darf, die erste Spur in den jungfräulichen Schnee zu setzen. Die Schneehöhe ist hier auf knapp unter 2000 Meter wesentlich höher als bislang, so dass das Spuren viel Kraft kostet.
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Ausgangspunkt: Gasthof Kristberg
Zielpunkt: Bieler Höhe
Höhenmeter: Aufstieg 300 m Hm, Abstieg 450 Hm
Gehzeit: ca. 5 Stunden
Geplanter Tourenverlauf:
Eine Taxifahrt bringt uns ins Silbertal im Montafon. Von dort geht es mit dem Bus nach Partenen (1.051 m) und mit der Bahn zum Vermuntstausee (1.747 m). Hier haben wir bereits beste Sicht auf die bekannten Gipfel der Silvretta. Über das Madlener Haus erreichen wir die Bieler Höhe (2.036 m), wo wir im gleichnamigen Hotel übernachten.
Ziel der dritten Etappe: Der Berggasthof Piz Buin auf der Bielerhöhe (2038 m). Bildquelle: www.pizbuin-silvretta.at
Bei wirklich schwierigen Verhältnissen, wird beim Schneeschuhwandern in einer Gruppe, ähnlich wie bei der Tour de France, ein "belgischer Kreisel" gelaufen. Das heißt, der erste spurt im Tiefschnee solange, bis ihn die Kraft verlässt, schert dann aus der Spur aus, lässt die Gruppe an sich vorbeiziehen und schließt sich als letzter wieder an, während der zweite den harten Job der "Pistenraupe" übernimmt.
Zur Bildergalerie der 3. Etappe
Wege enstehen, in dem wir Sie gehen ... Bildquelle: www.alpin.de
Uns bleibt diese "Hardcore-Variante" des Schneeschuhgehens aber erspart, wir kommen gut voran und gewinnen schnell an Höhe. Am steilen Hang, der neben unsere Route liegt finden sich mehrere Lawinenreste. Thomas nutzt dies, um uns im Gelände auf Gefahrenstellen aufmerksam zu machen. Mitunter laufen wir - immer mit Blick auf den Piz Buin den höchsten Berg der Silvretta (3312m) - in Abständen von 20 Metern, um bei einem möglichen Lawinenabgang nicht allesamt fortgerissen zu werden.

Staumauer des Silvretta-Stausees kommt in Sichtweite. Bildquelle: www.alpin.de
Die imposante Staumauer des Silvreta-Stausees rückt immer näher und schon gegen 15:00 haben wir unser heutiges Tagesziel, den Gasthof Piz Buin erreicht. In der Stube der noblen Herberge erwartet uns ein wenig "Stubenmusi" und ein Gebirge aus Apfelstrudel und Vanillesoße. Danach gibt's noch ein wenig Unterricht und praktische Übung in Lawinenverschüttetensuche und am Ende des Tages präsentiert uns Matthias, ein Hobby-Filmer, der einen kleinen Streifen von unserer Tour dreht, die ersten Auszüge des noch ungeschnittenen Rohmaterials.

Von unserer morgigen Etappe zur Heidelberger Hütte wird es am darauffolgenden Tag kein Online-Tagebuch geben, da die Hütte über keinen Internet-Anschluss verfügt. Ich muss aber gestehen, dass ich darüber nicht wirklich traurig bin, denn die Etappe wird mit 900 Höhenmetern Aufstieg und sieben Stunden Gehzeit sehr hart werden. Ich glaube, ich wäre dann auch bei besten Arbeitsbedingungen nicht mehr in der Lage, nach Beendigung der Tour noch einen halbwegs vernünftigen Bericht zustande zu bringen.

Weitere Artikel:
1. Tag: Von Oberstdorf zum Körbersee
2. Tag: Vom Körbersee zum Kristberg

Holger Rupprecht

Weitere Informationen:
www.oase-alpin.de
www.kristberg.at
www.pizbuin-silvretta.at


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17.01.2007 10:30:39
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